Runder, petrolfarbener Samthocker mit zwei gestapelten cremefarbenen Leinenkissen neben einem hellgrauen Sofa, rechts ein kleiner Holztisch mit Glaskaraffe und Wasserglas, dahinter eine Zimmerpflanze, links eine Glastür, darunter Fischgrätparkett
Illustration (KI-generiert): Ein Hocker mit Kissen im Wohnzimmer. Bei einer Wundrose am Bein gehören Ruhe und Hochlagern zur Behandlung.

Wundrose (Erysipel): Anzeichen, Behandlung, Rückfälle und Warnzeichen

Woran Sie eine Wundrose erkennen, wie sie sich von Phlegmone, Thrombose, Stauungsdermatitis, Kontaktekzem und einer Stichreaktion unterscheidet und warum Fieber oft vor der Rötung kommt. Dazu: Penicillin als Mittel der Wahl, wann es ins Krankenhaus geht, Hochlagern und Kompression, was Rückfällen vorbeugt, ob die Wundrose ansteckend ist, klare Notfallzeichen und die Kosten.

Sorgfältig recherchiert · mit Quellen · Stand 22.10.2026

Eine Wundrose, medizinisch Erysipel, ist eine Infektion der oberen Hautschichten und der feinen Lymphbahnen darin. Auslöser sind meist Streptokokken, die über eine kleine Verletzung in die Haut gelangen, häufig über Fußpilz zwischen den Zehen, Risse oder Wunden. Typisch ist eine hellrote, glänzende, scharf begrenzte, überwärmte und schmerzhafte Schwellung, meist am Unterschenkel oder Fuß, seltener im Gesicht. Viele Betroffene bekommen Fieber, Frösteln oder Schüttelfrost, oft schon bevor die Rötung richtig sichtbar ist. Behandelt wird mit Antibiotika; Mittel der Wahl ist laut Leitlinie Penicillin. Leichtere Fälle lassen sich mit Tabletten zu Hause behandeln, eine Wundrose im Gesicht oder mit Blasen meist über die Vene, oft im Krankenhaus. Dazu kommen Ruhe, Hochlagern und die Behandlung der Eintrittspforte. Nach Einschätzung des IQWiG ist eine Wundrose nicht ansteckend. Etwa jede dritte betroffene Person erkrankt allerdings erneut, deshalb lohnt sich die Vorbeugung. Eine neue Rötung mit Fieber sollte noch am selben Tag ärztlich angesehen werden. Die medizinisch notwendige Behandlung kann über die gesetzliche Krankenkasse abgerechnet werden.

Wundrose, Phlegmone, nekrotisierende Fasziitis: was ist was?

Alle drei sind bakterielle Infektionen der Haut und des Gewebes darunter. Sie unterscheiden sich in der Tiefe, im Erreger und in der Dringlichkeit. Die Einteilung folgt der Leitlinie der Paul-Ehrlich-Gesellschaft (PEG) und den Patienteninformationen des IQWiG; die Diagnose stellt die Ärztin oder der Arzt.

Wundrose (Erysipel)PhlegmoneNekrotisierende Fasziitis
Wie tief?obere Hautschichten (Lederhaut) und Lymphbahnentiefere Hautschichten und Unterhautgewebe, bei schweren Formen bis an Faszien und MuskelnUnterhaut, Faszien, oft Muskeln; Gewebe stirbt ab
Häufigster ErregerStreptokokkenmeist Staphylococcus aureusBakterien mit besonderen Giftstoffen, oft Streptokokken oder Mischinfektionen
So sieht es aushellrot, glänzend, scharf begrenzt, zungenförmige Ausläuferdunkelrot bis bläulich, matt, unscharf begrenzt, teigige Schwellung, oft rund um eine WundeRötung und Schwellung, später bräunlich bis violett, Blasen; Schmerz viel stärker, als das Bild vermuten lässt
Fiebermeist schon zu Beginnanfangs seltenerhohes Fieber, rasch schwer krank
BehandlungAntibiotikum, meist PenicillinAntibiotikum gegen Staphylokokken; schwere Formen zusätzlich Operationsofortige Operation und Antibiotika über die Vene, Notfall

In Fachtexten taucht oft der Begriff Zellulitis (englisch „cellulitis“) auf. Er dient als Sammelbegriff für Wundrose und Phlegmone und hat nichts mit Cellulite, der sogenannten Orangenhaut, zu tun. Auch mit der Gürtelrose hat die Wundrose trotz des ähnlichen Namens nichts gemein: Die Gürtelrose ist eine Virusinfektion, mehr dazu im Ratgeber Gürtelrose. In Österreich heißt die Wundrose auch Rotlauf.

Die Grenzen sind nicht immer scharf. Auf einer Haut, die durch Venenstau oder andere Hautkrankheiten bereits verändert ist, und im Gesicht lässt sich eine Wundrose laut Leitlinie nicht immer sicher von einer begrenzten Phlegmone unterscheiden. Das beeinflusst die Wahl des Antibiotikums, dazu unten mehr.

So erkennen Sie eine Wundrose

Eine Wundrose beginnt meist plötzlich. Häufig fühlen sich Betroffene zuerst krank, mit Fieber, Frösteln oder Schüttelfrost, und die Rötung folgt kurz danach oder zeigt sich gleichzeitig. Die inzwischen abgelaufene dermatologische S1-Leitlinie zur Abgrenzung geröteter Unterschenkel wertete Fieber, Frösteln oder Krankheitsgefühl vor oder zusammen mit der Rötung als starken Hinweis auf eine Wundrose; beweisend sind diese Beschwerden nicht. Ärztinnen und Ärzte fragen deshalb gezielt danach.

Die Haut zeigt typischerweise:

  • eine hellrote, glänzende Rötung mit scharfem, oft leicht erhabenem Rand, die sich flammen- oder zungenförmig in die Umgebung ausbreiten kann,
  • deutliche Überwärmung im Vergleich zum anderen Bein,
  • Schwellung und Schmerzen, auch bei Berührung,
  • eine Rötung, die meist einige Zentimeter von der Eintrittsstelle entfernt beginnt, also nicht direkt um die kleine Wunde herum,
  • manchmal geschwollene, druckempfindliche Lymphknoten in der Leiste oder ein roter Streifen entlang einer Lymphbahn.

Am häufigsten sind Unterschenkel und Fuß betroffen, an zweiter Stelle das Gesicht. Grundsätzlich kann jede Hautstelle erkranken. Bei schweren Verläufen bilden sich Blasen, Einblutungen oder abgestorbene Hautstellen; Fachleute sprechen dann von einer komplizierten Wundrose.

Auf dunkler Haut ist die Rötung weniger deutlich oder gar nicht zu sehen, betont das IQWiG. Wärme, Schwellung, Schmerz und Fieber sind dann die wichtigeren Hinweise. Das IQWiG zeigt auf gesundheitsinformation.de Illustrationen einer Wundrose auf heller und auf dunkler Haut. Wir verzichten in diesem Ratgeber bewusst auf Krankheitsfotos.

Nicht jede Wundrose verläuft lehrbuchhaft. Bei älteren Menschen, bei geschwächtem Immunsystem und bei wiederholten Wundrosen auf einem chronisch geschwollenen Bein können Fieber und Krankheitsgefühl schwach sein oder fehlen.

Ursache: Eintrittspforte plus Risikofaktoren

Die Erreger der Wundrose sind beta-hämolysierende Streptokokken, meist der Gruppe A (Streptococcus pyogenes), seltener anderer Gruppen. Manchmal sind auch Staphylokokken beteiligt. Die Bakterien brauchen eine Lücke in der Hautbarriere. Typische Eintrittspforten sind:

  • Fußpilz in den Zehenzwischenräumen, wo die Haut aufweicht und einreißt (siehe Ratgeber Fußpilz),
  • wunde, gerötete und aufgeweichte Haut zwischen den Zehen, auch ohne Pilz (siehe Ratgeber Intertrigo),
  • Risse an Fersen oder Fußsohlen, Schürfwunden, Kratzwunden, Nadelstiche,
  • offene Beine (Unterschenkelgeschwüre) und andere chronische Wunden,
  • Insektenstiche und Tierbisse,
  • Hautkrankheiten mit offenen oder zerkratzten Stellen, etwa Neurodermitis oder Borkenflechte,
  • Operationswunden.

Oft ist die Eintrittspforte so klein, dass Betroffene sie gar nicht bemerkt haben.

Ob aus einer kleinen Verletzung eine Wundrose wird, hängt auch von Risikofaktoren ab. Das IQWiG nennt Lymphabfluss- und Durchblutungsstörungen, Venenschwäche, starkes Übergewicht, Diabetes, ein geschwächtes Immunsystem, etwa durch Kortison oder bestimmte Krebsmedikamente, und eine frühere Wundrose. Eine Auswertung von sechs Fall-Kontroll-Studien zu Infektionen dieser Art am Bein ergab ein klares Bild: Am stärksten war das Risiko bei Menschen erhöht, die schon einmal eine solche Infektion hatten, gefolgt von Wunden und Unterschenkelgeschwüren, chronischen Beinschwellungen, Hautkrankheiten mit zerkratzter Haut, Fußpilz und einem Body-Mass-Index über 30. Diabetes, Rauchen und Alkohol zeigten in dieser Auswertung keinen Zusammenhang, wobei Menschen mit Diabetes in den Studien möglicherweise unterrepräsentiert waren. Die Autorinnen und Autoren folgern, dass örtliche Faktoren am Bein eine größere Rolle spielen als allgemeine Erkrankungen, und viele davon lassen sich behandeln.

Ist eine Wundrose ansteckend?

Nach Einschätzung des IQWiG sind weder Wundrose noch Phlegmone ansteckend. Die Infektion entsteht, weil Bakterien über eine Verletzung in die eigene Haut gelangen. Dass sich Angehörige oder Kolleginnen an einer Wundrose anstecken, gilt nicht als typischer Übertragungsweg.

Ganz ohne Hygiene geht es trotzdem nicht. Streptokokken der Gruppe A können nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) über Hautkontakt weitergegeben werden; wie lange eine Weichteilinfektion ansteckend sein könnte, ist laut RKI nicht untersucht. Sinnvoll sind deshalb ein sauberer Verband auf offenen Stellen und Händewaschen nach jedem Verbandwechsel.

Arbeit in Schule oder Kita. § 34 IfSG nennt neben Scharlach auch „sonstige Streptococcus pyogenes-Infektionen“. Ob eine klinisch diagnostizierte Wundrose ohne Erregernachweis darunter fällt, lässt sich aus dem Gesetzestext nicht sicher ableiten. Beschäftigte mit Kontakt zu Betreuten sowie betroffene Kinder oder Jugendliche sollten deshalb vor dem Besuch einer Gemeinschaftseinrichtung mit der behandelnden Praxis und der Einrichtung klären, ob und wie lange eine Pause erforderlich ist. Für Tätigkeiten in Pflegeeinrichtungen gelten andere infektionshygienische Vorgaben; auch dort sollte die Einsatzfähigkeit mit Praxis und Arbeitgeber geklärt werden.

Rotes Bein: Was sonst dahinterstecken kann

Ein gerötetes, geschwollenes Bein ist nicht automatisch eine Wundrose. Die S1-Leitlinie zur Differenzialdiagnose geröteter Unterschenkel verweist auf Studien, nach denen fast jede dritte Erysipel-Diagnose falsch ist. Die Folge sind unnötige Antibiotika und vermeidbare Krankenhausaufenthalte; dahinter steckten unter anderem Ekzeme, Lymphödeme oder eine Lipodermatosklerose, eine Verhärtung des Unterhautgewebes bei lange bestehendem Venenstau. Die Leitlinie wurde 2022 veröffentlicht; laut Veröffentlichung galt sie bis zum 30. September 2026 und ist damit inzwischen abgelaufen. Ihre Unterscheidungsmerkmale sind trotzdem hilfreich:

Was?Typische HinweiseWie wird es geklärt?
Wundroseplötzlich, meist ein Bein; Fieber oder Frösteln vorab oder gleichzeitig; scharfer Rand, deutlich wärmer als die andere Seite, schmerzhaft; Eintrittspforteklinisches Bild, Entzündungswerte im Blut
Phlegmoneum eine Wunde herum, dunkelrot bis bläulich, unscharf, teigig geschwollen; anfangs oft ohne Fieberklinisches Bild, Abstrich, gegebenenfalls Ultraschall
BeinvenenthromboseSchwellung, Schmerz eher in der Tiefe, etwa in der Wade; oft nach Bettruhe oder einer Operation in den Wochen davor; meist kein Fieber, Haut eher bläulich-rot und kaum überwärmtUltraschall der Venen, Blutwert D-Dimer
Stauungsdermatitis, Lipodermatosklerosemeist beide Beine, entwickelt sich über Tage bis Wochen; Krampfadern, Schweregefühl, Schwellung, Juckreiz; kein Fieber, unscharfe Ränder, normale EntzündungswerteVenen-Ultraschall, phlebologische Untersuchung
Kontaktekzemjuckt; nach Cremes, Salben oder Wundauflagen am Bein oder nach Pflanzenkontakt; feine Schuppung oder Bläschen, auf die Kontaktstelle begrenzt; kein FieberEpikutantest (Pflastertest)
starke Stichreaktioninnerhalb von Minuten bis einer Stunde nach einem Stich, nimmt bis etwa 48 Stunden zu, juckt; kein oder nur leichtes FieberVorgeschichte, normale Entzündungswerte
Gichtanfallplötzlich, sehr schmerzhaft, meist an einem Gelenk, oft am Großzehengrundgelenk; nach üppigem Essen, Alkohol oder bestimmten EntwässerungsmittelnGelenk-Ultraschall, Blutwerte
beginnende GürtelroseSchmerzen und Rötung streng auf einer Körperseite in einem Hautstreifen, später Bläschenklinisches Bild, Entzündungswerte
Wanderröte (Borreliose)nach Zeckenstich, meist schmerzlos, blasser, oft rund oder oval, nicht überwärmtVorgeschichte, klinisches Bild

Quellen der Tabelle sind die S1-Leitlinie und, für Gürtelrose und Wanderröte, die Gelbe Liste.

Immer wieder „Wundrose“ am geschwollenen Bein? Die PEG-Leitlinie weist darauf hin, dass sich hinter wiederkehrenden, wundrosenähnlichen Rötungen auf einem Lymphödem oder gestauten Bein häufig eine akute Stauungsdermatitis oder eine andere nicht bakterielle Hautentzündung verbirgt, manchmal sogar mit leicht erhöhtem Entzündungswert. Das sollte geklärt werden, damit niemand unnötig Antibiotika nimmt. Bei Verdacht auf eine Stauungsdermatitis sieht die S1-Leitlinie eine weitere phlebologische Abklärung vor; mehr zur Venenschwäche im Ratgeber Krampfadern veröden. Juckende, schuppende Rötungen nach Salben und Wundauflagen sprechen eher für ein Kontaktekzem, das ein Epikutantest aufklären kann, siehe Ratgeber Ekzem und Ratgeber Allergietest. Einen Überblick über weitere Ursachen gibt der Ratgeber Hautausschlag.

Wundrose nach Insektenstich. Ein Stich kann zur Eintrittspforte werden. Möglich ist aber auch eine heftige örtliche Reaktion auf den Stich selbst, die keine Infektion ist und die die S1-Leitlinie als eigene Differenzialdiagnose führt: Sie schwillt binnen Minuten an, wird größer, juckt stark und erreicht ihren Höhepunkt nach ein bis zwei Tagen, ohne dass Sie sich richtig krank fühlen. Kommen Fieber, Frösteln oder ein Krankheitsgefühl hinzu, wird der Rand scharf, die Haut heiß und breitet sich die Rötung weiter aus, sollten Sie noch am selben Tag ärztlich draufschauen lassen.

Nekrotisierende Fasziitis: der seltene Notfall

Sehr selten verbirgt sich hinter einer geröteten, geschwollenen Gliedmaße eine nekrotisierende Weichgewebeinfektion, umgangssprachlich manchmal „fleischfressende Bakterien“ genannt. Sie ist laut PEG-Leitlinie keine Steigerung der Wundrose, sondern eine eigene Erkrankung: Bakteriengifte lassen Gefäße verschließen und Gewebe absterben, der Verlauf ist rasant, ein Kreislaufschock und Organversagen können früh einsetzen.

Das wichtigste und oft einzige typische Frühzeichen ist ein extremer Schmerz, der in keinem Verhältnis zum sichtbaren Befund steht. Die Haut kann anfangs blass oder nur leicht gerötet aussehen. Später wird sie bräunlich bis violett, es bilden sich große Blasen, manchmal knistert die Haut beim Drücken, weil sich Gas bildet. Betroffene haben hohes Fieber und fühlen sich schwer krank. Nach Angaben des MSD Manuals sterben etwa 20 bis 30 von 100 Behandelten; ohne Behandlung verläuft die Erkrankung meist tödlich. Entscheidend sind die sofortige chirurgische Entfernung des abgestorbenen Gewebes und Antibiotika über die Vene. Bei diesen Zeichen gilt deshalb: sofort 112.

Diagnose: Wie die Ärztin oder der Arzt vorgeht

Eine Wundrose wird in der Regel am Aussehen und an der Vorgeschichte erkannt. Einen einzelnen Test, der sie beweist, gibt es nicht. Die Ärztin oder der Arzt fragt nach Beginn, Fieber, Frösteln, früheren Wundrosen, Verletzungen, Fußpilz und Vorerkrankungen, sieht sich beide Beine an, tastet Wärme und Schwellung und sucht die Eintrittspforte, oft zwischen den Zehen.

Je nach Situation kommen hinzu:

  • Blutwerte: Das C-reaktive Protein (CRP) und die Blutsenkung sind bei einer Wundrose meist erhöht, die weißen Blutkörperchen manchmal. Sie helfen auch bei der Abgrenzung, etwa zu einer beginnenden Gürtelrose.
  • Blutkulturen: Bei Fieber empfiehlt die PEG-Leitlinie, drei Blutkultur-Sets abzunehmen, um Bakterien im Blut nachzuweisen.
  • Abstrich: Aus der Eintrittspforte, etwa bei Fußpilz oder einer Wunde. Die Streptokokken selbst lassen sich bei einer Wundrose allerdings oft nicht anzüchten.
  • Ultraschall: Mit einem Venen-Ultraschall lässt sich eine Thrombose ausschließen; ein hochauflösender Haut-Ultraschall kann Eiter oder eine tiefere Ausbreitung zeigen.
  • Umranden: Viele Praxen und Kliniken zeichnen den Rand der Rötung mit einem Stift nach. So lässt sich in den folgenden Tagen erkennen, ob die Behandlung wirkt.

Behandlung: Antibiotika, meist Penicillin

Zum Stand der Leitlinie. Maßgeblich ist in Deutschland das Kapitel zu Haut- und Weichgewebeinfektionen der S2k-Leitlinie „Kalkulierte parenterale Initialtherapie bakterieller Erkrankungen bei Erwachsenen – Update 2018“ der Paul-Ehrlich-Gesellschaft. Es erschien 2019 im Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft und 2020 in einer zweiten aktualisierten Fassung. Die Empfehlungen sind damit über sieben Jahre alt; eine neuere Fassung haben wir bei unserer Recherche im Oktober 2026 nicht gefunden. Eine Übersichtsarbeit von 2025 aus dem Kreis der Leitlinienautoren bestätigt die Grundzüge.

Warum Penicillin? Die Streptokokken, die eine Wundrose auslösen, sind empfindlich gegen Penicillin. Deshalb ist es laut Leitlinie Mittel der Wahl: Bei Streptokokken nennt sie Penicillin das wirksamste und nebenwirkungsärmste Antibiotikum, und ein gezielt wirkendes Mittel fördert resistente Keime weniger als ein Breitband-Antibiotikum. Aminopenicilline wie Amoxicillin wirken nach Leitlinie schwächer gegen Streptokokken und sind deshalb weniger gut geeignet.

Welches Antibiotikum Sie bekommen, wie und wie lange, entscheidet die Ärztin oder der Arzt nach Schweregrad, Körperstelle, Vorerkrankungen, Allergien, anderen Medikamenten und der Frage, ob doch eine Phlegmone mit Staphylokokken infrage kommt. Die folgenden Punkte geben die Leitlinie wieder, kein Schema für alle:

  • Unkomplizierte Wundrose bei sonst gesunden Erwachsenen: Penicillin V als Tabletten genügt, über 7 bis 14 Tage, in der Regel ambulant über die Haus- oder Hautarztpraxis.
  • Behandlung über die Vene: bei Blasen, Einblutungen oder abgestorbenem Gewebe, bei einer Wundrose im Gesicht, bei venösen oder arteriellen Durchblutungsstörungen und wenn Tabletten über den Darm nicht sicher aufgenommen werden. Mittel der Wahl ist dann Penicillin G als Infusion, nach einigen Tagen oft weiter als Tabletten. Deutliche Allgemeinzeichen wie Fieber und stark erhöhte Entzündungswerte nennt die Leitlinie als relativen Grund für eine Infusion; bei sonst intaktem Immunsystem können aber auch dann Tabletten genügen oder es wird rasch auf Tabletten umgestellt. Eine deutliche Abwehrschwäche nennt die Leitlinie allgemein als Grund für eine Behandlung über die Vene.
  • Dauer: je nach Schwere mindestens 7 bis 10 Tage, einschließlich ein bis zwei Tage über das Abklingen der Beschwerden hinaus, damit möglichst keine Streptokokken im Gewebe überleben. Bei Schwellungen am Bein oder einer arteriellen Durchblutungsstörung empfiehlt die Leitlinie mindestens 10 Tage.
  • Wenn es nicht besser wird: Lässt sich eine Phlegmone nicht sicher ausschließen, beginnt die Behandlung trotzdem mit Penicillin; spricht sie innerhalb von ein bis drei Tagen nicht an, wird auf ein Antibiotikum gewechselt, das auch Staphylokokken erfasst, etwa Flucloxacillin oder Cefuroxim.

Im Krankenhaus dauert die Behandlung nach Angaben des IQWiG etwa eine Woche.

Bei Penicillinallergie nennt die Leitlinie an erster Stelle Clindamycin, an zweiter ein Makrolid wie Clarithromycin oder Roxithromycin und erst an dritter Stelle Moxifloxacin, dessen Nutzen-Risiko-Verhältnis sie vor allem bei älteren Menschen als ungünstig bewertet. Makrolide haben viele Wechselwirkungen, etwa mit Herzrhythmus-Medikamenten; Clindamycin soll wegen des Risikos einer schweren Darmentzündung möglichst nicht länger als 10 Tage gegeben werden. Lohnend ist ein genauer Blick auf die Allergie selbst: Die allergologische Leitlinie zu Betalaktam-Antibiotika hält fest, dass Penicillinallergien deutlich häufiger angegeben als bestätigt werden, und empfiehlt bei Verdacht dringend eine Testung. Gerade wer zu wiederholten Wundrosen neigt, profitiert davon, Penicillin sicher nehmen zu können. Mehr dazu im Ratgeber Allergietest.

Nehmen Sie das Antibiotikum so lange und so regelmäßig wie verordnet, auch wenn es Ihnen schon nach wenigen Tagen besser geht. Brechen Sie die Behandlung nicht eigenmächtig ab.

Die Eintrittspforte gehört immer dazu. Die Leitlinie betont, dass mögliche Eintrittspforten mitbehandelt werden sollen, allen voran Fußpilz zwischen den Zehen. Bleibt er bestehen, steigt das Risiko für die nächste Wundrose.

Was Sie selbst tun können

Neben dem Antibiotikum empfiehlt das IQWiG:

  • Ruhe und Hochlagern. Bei einer Wundrose am Bein empfiehlt das IQWiG, das Bein hochzulagern. Wie viel Ruhe oder Bewegung in Ihrer Situation sinnvoll ist und ob wegen weiterer Risikofaktoren eine Thromboseprophylaxe nötig ist, entscheidet die behandelnde Praxis.
  • Kühlen und feuchte, keimtötende (antiseptische) Umschläge, wie in der Praxis besprochen.
  • Schmerz- und Fiebermittel mit entzündungshemmender Wirkung wie Ibuprofen. Klären Sie mit Praxis oder Apotheke, ob sie für Sie geeignet sind, etwa bei Magen- oder Nierenproblemen oder wenn Sie Blutverdünner nehmen.
  • Bei einer Wundrose im Gesicht möglichst wenig sprechen und kauen.

Achten Sie auf den markierten Rand: Wächst die Rötung deutlich darüber hinaus, steigt das Fieber erneut oder fühlen Sie sich schlechter, melden Sie sich umgehend in der Praxis. Anders als bei einem Furunkel helfen hier keine warmen Umschläge zum „Reifen“, und es gibt nichts auszudrücken: Die Wundrose ist eine nicht eitrige Entzündung. Bildet sich doch eine Eiterhöhle, ist das ein Fall für die Praxis, siehe Ratgeber Abszess.

Kompression und Lymphdrainage: ab wann?

Kompression lindert die Schwellung und unterstützt den Lymphabfluss. Lange galt die Regel, damit mehrere Tage nach Beginn des Antibiotikums zu warten, aus Sorge, Druck könnte die Infektion verschlimmern oder gar eine Blutvergiftung auslösen. Bisherige Studien sprechen nach Angaben von Lübecker Forschenden nicht dafür, dass Kompression den Verlauf verschlechtert; gut untersucht ist der richtige Zeitpunkt aber nicht.

Eine randomisierte Studie aus Lübeck (2025) verglich bei 34 stationär behandelten Patientinnen und Patienten mit Wundrose am Unterschenkel die Standardbehandlung mit und ohne zusätzliche anpassbare Kompressionsbandage, die 24 Stunden nach Beginn des Antibiotikums angelegt wurde. Mit Kompression waren die Beschwerden ab dem dritten Tag deutlich geringer; bei Menschen mit hohen Ausgangswerten sank das CRP schneller. Die Dauer des Klinikaufenthalts unterschied sich nicht, und in keiner Gruppe kam es zu einer Blutvergiftung. Eine Person vertrug die Kompression nicht. Die Studie ist klein; größere Untersuchungen stehen aus.

Vor jeder Kompression muss die arterielle Durchblutung des Beins geprüft werden, vor allem bei Diabetes oder bekannter Durchblutungsstörung. Nicht komprimiert wird nach den in der Studie genannten Regeln bei fortgeschrittener arterieller Verschlusskrankheit (etwa Knöchel-Arm-Index unter 0,5), dekompensierter Herzschwäche, einer septischen Venenentzündung oder einer Phlegmasia coerulea dolens, einer schweren Form der Venenthrombose. Ob und ab wann Sie während der akuten Wundrose Kompression oder Lymphdrainage bekommen, entscheidet das Behandlungsteam. Wie Lymphdrainage und Kompression bei einem Lymphödem ablaufen, erklärt der Ratgeber Lymphdrainage.

Nach dem Abheilen ist Kompression vor allem für Menschen mit chronisch geschwollenen Beinen ein zentraler Baustein der Vorbeugung, dazu gleich mehr.

Wenn die Wundrose wiederkommt

Rund ein Drittel der Menschen, die eine Wundrose hatten, erkrankt laut IQWiG erneut. Dahinter steckt oft ein Teufelskreis, den die PEG-Leitlinie beschreibt: Jede Wundrose kann die Lymphgefäße weiter schädigen. Die Lymphflüssigkeit staut sich, das Bein schwillt dauerhaft an, und gestautes Gewebe ist anfälliger für die nächste Infektion. Unzureichend behandelte Wundrosen und eine nicht sanierte Eintrittspforte fördern Rückfälle zusätzlich.

Vorbeugung ruht auf drei Säulen:

1. Eintrittspforten schließen und Haut pflegen. Fußpilz und Pilz in den Zehenzwischenräumen konsequent behandeln, rissige Haut an Füßen und Unterschenkeln täglich pflegen, kleine Wunden sauber versorgen, Ekzeme behandeln. Menschen mit Diabetes oder Durchblutungsstörungen verletzen sich leichter an Füßen und Beinen; für sie ist eine sorgfältige Fußpflege besonders wichtig, gegebenenfalls über eine podologische Praxis.

2. Schwellungen behandeln. Ein Lymphödem oder eine Venenschwäche erhöhen das Risiko und lassen sich behandeln, etwa mit komplexer physikalischer Entstauung, Lymphdrainage und Kompressionsstrümpfen, bei Krampfadern auch mit einer Venenbehandlung. In einer australischen Studie mit 84 Menschen mit chronisch geschwollenen Beinen und wiederholten Wundrosen erkrankten mit täglicher Kompression 15 von 100 erneut, ohne Kompression 40 von 100; die Studie wurde deshalb vorzeitig beendet. Sie war klein, an einem einzigen Zentrum und nicht verblindet, das Ergebnis ist aber deutlich. Siehe auch Ratgeber Lymphdrainage und Ratgeber Krampfadern veröden.

3. Vorbeugend Penicillin. Nach wiederholten Wundrosen kann eine Langzeitbehandlung mit niedrig dosiertem Penicillin sinnvoll sein. Früher wurde sie erst nach drei bis vier Rückfällen pro Jahr empfohlen; nach neueren Studien bewährt sie sich laut PEG-Leitlinie schon nach dem ersten Rückfall. Die Leitlinie orientiert sich an der PATCH-I-Studie (zweimal täglich niedrig dosiertes Penicillin V über zwölf Monate) und weist darauf hin, dass sich diese niedrige Dosis mit den in Deutschland üblichen Tablettenstärken schwer umsetzen lässt. Bei Problemen mit der regelmäßigen Einnahme nennt sie Depot-Penicillin als Spritze in den Muskel alle zwei bis drei Wochen, bei Penicillinallergie Clarithromycin, für dessen Dosis es allerdings keine Studienbelege gibt. Wie Sie vorbeugen, besprechen Sie mit Ihrer Praxis.

Was die Studien zeigen:

  • In der PATCH-I-Studie mit 274 Teilnehmenden, die mindestens zwei Wundrosen am Bein hatten, erkrankten während der zwölfmonatigen Einnahme 22 von 100 mit Penicillin erneut, mit einem Scheinmedikament 37 von 100. Nach dem Absetzen verschwand der Vorteil: In der Zeit danach erkrankten in beiden Gruppen 27 von 100. Nebenwirkungen waren mit Penicillin nicht häufiger.
  • Eine Cochrane-Übersicht von 2017 mit sechs Studien und 573 Teilnehmenden fand unter vorbeugenden Antibiotika ein um gut zwei Drittel geringeres Rückfallrisiko (mäßige Vertrauenswürdigkeit der Belege). Der Schutz hielt nach dem Absetzen nicht an. Häufigste Nebenwirkungen waren Übelkeit, Durchfall, Hautausschlag und Pilzinfektionen, ohne deutlichen Unterschied zu Placebo. Die Belege gelten vor allem für Menschen mit mindestens zwei Wundrosen am Bein innerhalb von bis zu drei Jahren.
  • Das IQWiG fasst zusammen: Innerhalb von drei Jahren bekamen 43 von 100 Menschen mit Placebo erneut eine bakterielle Hautinfektion, mit vorbeugendem Penicillin 32 von 100.

Vorbeugende Antibiotika schützen also, solange man sie nimmt. Eintrittspforten und Schwellungen zu behandeln bleibt deshalb wichtig, auch während einer Penicillin-Vorbeugung. Und bevor eine Langzeitbehandlung beginnt, sollte feststehen, dass die wiederkehrenden Rötungen wirklich Wundrosen sind (siehe oben: Stauungsdermatitis).

Wundrose im Gesicht

Eine Wundrose im Gesicht, auch Gesichtsrose genannt, zeigt sich oft an der Wange als schmerzhafte, glänzende, scharf begrenzte Schwellung, meist mit Fieber. Die PEG-Leitlinie empfiehlt hier in der Regel eine Behandlung über die Vene und eine Aufnahme ins Krankenhaus mit täglicher Kontrolle. Der Grund: Im Gesicht können auch Staphylokokken oder Haemophilus influenzae ein sehr ähnliches Bild erzeugen, deshalb wird entweder gleich ein breiter wirksames Antibiotikum wie Cefuroxim gegeben oder zunächst Penicillin unter engmaschiger Beobachtung.

Das IQWiG rät, möglichst wenig zu sprechen und zu kauen. Sehr selten kann eine Infektion im Gesicht eine Hirnhautentzündung oder ein Blutgerinnsel in den Hirnvenen auslösen. Für ein Gerinnsel im Blutleiter hinter den Augen (Sinus-cavernosus-Thrombose) nennt das MSD Manual starke Kopfschmerzen, ein geschwollenes Augenlid, ein hervortretendes Auge, Doppelbilder, Gesichtsschmerzen oder Taubheitsgefühl und hohes Fieber. Bei solchen Zeichen, aber auch bei Benommenheit oder Verwirrtheit gilt sofort 112.

Abzugrenzen ist eine beginnende Gürtelrose im Gesicht: Sie hält sich streng an eine Gesichtshälfte und einen Nervenbereich, die Haut ist meist nicht so überwärmt, und nach einigen Tagen erscheinen Bläschen. Eine Wundrose im Gesicht lässt sich anhand der Verteilung allein nicht sicher von anderen Ursachen unterscheiden und gehört noch am selben Tag ärztlich abgeklärt.

Wann zum Arzt?

Erste Anlaufstelle ist meist die Hausarztpraxis. Hautärztlich abklären lassen sollten Sie vor allem unklare oder wiederkehrende Rötungen an den Beinen, Fußpilz, Ekzeme und Hautprobleme bei Lymphödem.

Zeitnah, innerhalb weniger Tage, wenn

  • sich an einem oder beiden Beinen immer wieder Rötungen bilden, ohne dass Sie Fieber haben,
  • Sie Fußpilz, Risse zwischen den Zehen oder an den Fersen oder eine Wunde haben, die nicht abheilt,
  • ein Bein dauerhaft geschwollen ist oder Sie schon einmal eine Wundrose hatten und vorbeugen möchten.

Noch am selben Tag, außerhalb der Sprechzeiten über den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117, wenn

  • eine neue, warme, schmerzhafte Rötung auftritt, vor allem zusammen mit Fieber, Frösteln oder Schüttelfrost,
  • die Rötung im Gesicht sitzt,
  • sich die Rötung ausbreitet oder ein roter Streifen Richtung Leiste oder Achsel zieht,
  • Sie Diabetes, ein geschwächtes Immunsystem oder ein Lymphödem haben und eine neue Rötung bemerken,
  • Sie schon Antibiotika nehmen, es aber nach ein bis drei Tagen nicht besser oder schlechter wird, die Rötung über den markierten Rand hinauswächst oder Blasen entstehen,
  • eine Schwellung am Bein plötzlich auftritt und in der Wade schmerzt; auch eine Thrombose muss rasch ausgeschlossen werden.

Sofort den Notruf 112 wählen, wenn

  • zu Rötung und Fieber plötzliche Verwirrtheit, Benommenheit, Atemnot oder sehr schnelle Atmung, Herzrasen mit kalter, feuchter, blasser Haut oder ein extremes Krankheitsgefühl kommen; das können Zeichen einer Blutvergiftung (Sepsis) sein,
  • die Schmerzen viel stärker sind, als das Aussehen der Haut erwarten lässt, und rasch zunehmen, vor allem wenn die Haut sich dunkel, bräunlich oder violett verfärbt, große Blasen bildet oder beim Drücken knistert; das kann auf eine nekrotisierende Fasziitis hinweisen,
  • bei einer Wundrose im Gesicht starke Kopfschmerzen, ein geschwollenes oder hervortretendes Auge, Doppelbilder oder Sehstörungen auftreten.

Kosten: Was zahlt die Krankenkasse?

Die gesetzliche Krankenversicherung trägt nach § 27 SGB V die Kosten einer notwendigen Krankenbehandlung. Untersuchung, Blutwerte, Abstriche und die Behandlung einer Wundrose in einer Kassenpraxis oder im Krankenhaus können bei medizinischer Notwendigkeit über die gesetzliche Kasse abgerechnet werden. Reine Privatpraxen haben keine Kassenzulassung und rechnen privat ab. Für die Zuzahlungen gilt:

WasGesetzlich Versicherte
verschreibungspflichtige Antibiotika und andere verordnete ArzneimittelKassenrezept; Versicherte ab 18 Jahren zahlen die gesetzliche Zuzahlung: 10 % vom Abgabepreis, mindestens 5 € und höchstens 10 € je Mittel, nie mehr als der Preis
KrankenhausbehandlungVersicherte ab 18 Jahren zahlen 10 € pro Kalendertag, höchstens für 28 Tage im Kalenderjahr
Lymphdrainage als Heilmittelkann bei ärztlicher Verordnung über die Kasse abgerechnet werden; ab 18 Jahren 10 % der Kosten plus 10 € je Verordnung
medizinische Kompressionsstrümpfe als Hilfsmittelkönnen bei medizinischer Notwendigkeit auf Rezept über die Kasse abgerechnet werden; ab 18 Jahren 10 %, mindestens 5 €, höchstens 10 €
rezeptfreie Mittel wie Schmerzmittel, Antiseptika, Fußpilzcremes, Hautpflegein der Regel selbst bezahlt; ärztlich verordnete rezeptfreie Arzneimittel übernimmt die Kasse bei Kindern unter 12 Jahren und bei Jugendlichen mit Entwicklungsstörungen bis 18 Jahren
Versicherte unter 18 Jahrenkeine Zuzahlung

Bei Privatversicherten und Selbstzahlern rechnet die Praxis nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ab. Einen belastbaren Pauschalpreis gibt es nicht, weil sich die Kosten aus Beratung, Untersuchung, Labor, Verbänden und Medikamenten zusammensetzen. Was Ihr Tarif erstattet, klären Sie mit Ihrer Versicherung.

Kosten: Kasse vs. Selbstzahler (IGeL)

Gesetzliche Kasse (GKV): Untersuchung und Behandlung können bei medizinischer Notwendigkeit in einer Kassenpraxis oder im Krankenhaus über die gesetzliche Kasse abgerechnet werden; gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren zahlen die gesetzliche Zuzahlung für verordnete Arzneimittel (10 %, mindestens 5 €, höchstens 10 €, nie mehr als der Preis) und im Krankenhaus 10 € pro Tag für höchstens 28 Tage im Kalenderjahr

Richtwerte — die tatsächlichen Kosten legt die Praxis individuell fest.

Passende Hautarzt-Praxis finden

Beschreiben Sie einfach, was Sie suchen — Ort, Versicherung, Wünsche. Unsere Suche versteht ganze Sätze.

Beispiele — antippen und Ort ergänzen:

Ihre Eingabe wird zur Interpretation automatisiert verarbeitet. Keine persönlichen Daten eingeben. Datenschutz

Die Suche gibt Orientierung — sie stellt keine Diagnose.

Beliebte Städte: Berlin · Hamburg · München · Köln · Frankfurt · Stuttgart · Düsseldorf · Leipzig

Lange Wartezeit als Kassenpatient? So bekommen Sie schneller einen Hautarzttermin – 116117, Dringlichkeitscode, offene Sprechstunde

Häufige Fragen

Verwandte Behandlungen

Quellen

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.