Muttermal-Check: Ist Ihr Muttermal gefährlich?

Mit dem kostenlosen Muttermal-Check prüfen Sie nach der bewährten ABCDE-Regel, ob ein Muttermal (Leberfleck) auffällig ist. Der Check gibt Ihnen eine Handlungsempfehlung – er stellt keine Diagnose und ersetzt nicht den Besuch beim Hautarzt.

Denken Sie an ein bestimmtes Muttermal und beantworten Sie die fünf Fragen. Der Check ersetzt keine ärztliche Untersuchung und stellt keine Diagnose.

Die ABCDE-Regel: Muttermale richtig prüfen

Die ABCDE-Regel ist eine einfache Merkhilfe, mit der Sie Ihre Muttermale selbst beobachten können. Jeder Buchstabe steht für ein Merkmal, das auf eine auffällige Hautveränderung hindeuten kann:

Melanom mit asymmetrischer Form – NCI-Beispielbild zum ABCDE-Merkmal A (Asymmetrie)

AAsymmetrie

Ein harmloses Mal ist meist rund oder oval und symmetrisch. Wirkt die eine Hälfte anders als die andere, ist das ein mögliches Warnzeichen.

Melanom mit unscharfem, ausgefranstem Rand – NCI-Beispielbild zum ABCDE-Merkmal B (Begrenzung)

BBegrenzung

Achten Sie auf die Ränder. Scharf und glatt begrenzt ist unauffällig; unscharfe, ausgefranste oder verwaschene Ränder sind beachtenswert.

Melanom mit mehreren Farben – NCI-Beispielbild zum ABCDE-Merkmal C (Farbe)

CColor (Farbe)

Gleichmäßig braun ist typisch für harmlose Male. Mehrere Farben in einem Fleck (Braun, Schwarz, Rot, auch helle Stellen) sollten abgeklärt werden.

Melanom als NCI-Beispielbild zum ABCDE-Merkmal D (Durchmesser bzw. Größenveränderung)

DDurchmesser

Male mit mehr als etwa 5 mm Durchmesser verdienen besondere Aufmerksamkeit – wobei Größe allein nicht entscheidend ist.

EVerändert sich das Mal über Wochen oder Monate?

EEntwicklung

Das wichtigste Kriterium. Jede Veränderung von Größe, Form oder Farbe, neu auftretender Juckreiz oder Bluten gehört ärztlich untersucht.

Die Beispielbilder zeigen diagnostizierte Melanome (schwarzen Hautkrebs) und veranschaulichen jeweils ein ABCDE-Merkmal. Sie sind kein Vergleichsmaßstab zur Selbstdiagnose: Ein einzelnes Merkmal beweist kein Melanom, und Melanome können auch anders aussehen. Jedes Muttermal ist individuell – im Zweifel immer ärztlich abklären lassen. Bilder: Skin Cancer Foundation, bereitgestellt über das National Cancer Institute (NCI Visuals Online); gemeinfrei.

Wann ist ein Muttermal gefährlich?

Die gute Nachricht: Die allermeisten Muttermale sind völlig harmlos. Ein Muttermal sollte vor allem dann ärztlich abgeklärt werden, wenn es sich verändert – wenn es wächst, die Farbe oder Form wechselt, juckt, nässt oder blutet. Wichtig: Die ABCDE-Merkmale sind ein Hinweis darauf, dass ein Mal angesehen werden sollte – sie sind kein Beweis, dass es gefährlich ist. Auch ein neu aufgetretenes, auffälliges Mal im Erwachsenenalter oder ein Mal, das im Muttermal-Check mehrere Warnzeichen zeigt, sollte einem Hautarzt gezeigt werden. Dahinter steckt selten, aber möglich, schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) – der in frühen Stadien sehr gut behandelbar ist. Deshalb gilt: lieber einmal zu viel abklären lassen als eine Veränderung übersehen.

Wann sollten Sie zum Hautarzt?

Suchen Sie eine Hautarztpraxis auf, wenn ein Mal auch nur ein ABCDE-Merkmal zeigt, sich verändert, blutet oder Sie schlicht unsicher sind. In der Praxis wird das Mal mit dem Dermatoskop(Auflichtmikroskop) beurteilt; bei Verdacht wird es entfernt und feingeweblich untersucht. Unabhängig davon haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein kostenloses Hautkrebsscreening. Vertiefende Informationen finden Sie in unseren Ratgebern zur Muttermalkontrolle, zum Hautkrebsscreening und zur Muttermalentfernung.

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Häufige Fragen zum Muttermal-Check

Wann ist ein Muttermal gefährlich?
Auffällig – und damit abklärungsbedürftig – ist ein Muttermal vor allem, wenn es sich verändert: neue Form, neue Farbe, Wachstum, Jucken oder Bluten. Auch ein Mal, das nach der ABCDE-Regel Warnzeichen zeigt (asymmetrisch, unscharfe Ränder, mehrfarbig, größer als 5 mm), gehört ärztlich untersucht. Die meisten auffälligen Male sind harmlos; sicher beurteilen kann das aber nur eine Hautärztin oder ein Hautarzt, in der Regel mit dem Dermatoskop.
Was bedeutet die ABCDE-Regel?
Die ABCDE-Regel ist eine Merkhilfe zur Selbstprüfung von Muttermalen: A wie Asymmetrie, B wie Begrenzung (Ränder), C wie Color (Farbe), D wie Durchmesser (über ca. 5 mm) und E wie Entwicklung (Veränderung). Je mehr Punkte zutreffen, desto eher sollte das Mal ärztlich angesehen werden. Die Regel ersetzt keine Untersuchung, hilft aber, verdächtige Veränderungen früher zu bemerken.
Ab welcher Größe ist ein Muttermal auffällig?
Als grober Anhaltspunkt gilt ein Durchmesser über etwa 5 mm (ungefähr die Fläche eines Bleistift-Radiergummis) als beachtenswert. Größe allein sagt aber wenig aus: Auch kleine Male können auffällig sein, und viele große sind harmlos. Entscheidend ist die Kombination mit den übrigen ABCDE-Merkmalen und vor allem jede Veränderung.
Kann ich Hautkrebs selbst erkennen?
Sie können mit der ABCDE-Regel lernen, auffällige Veränderungen früher zu bemerken – das ersetzt aber keine ärztliche Diagnose. Schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom) und andere Hautkrebsformen lassen sich für Laien nicht sicher von harmlosen Malen unterscheiden. Lassen Sie jede unklare oder sich verändernde Hautstelle daher ärztlich abklären.
Wie oft sollte ich zum Hautkrebsscreening?
Gesetzlich Versicherte haben ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf ein kostenloses Hautkrebsscreening. Bei vielen oder auffälligen Malen, familiärer Vorbelastung oder einem früheren Melanom kann eine engmaschigere Kontrolle sinnvoll sein – das bespricht die Hautarztpraxis individuell.
Ist dieser Muttermal-Check eine Diagnose?
Nein. Der Check ist eine Orientierungshilfe zur Selbstbeobachtung nach der ABCDE-Regel. Er verarbeitet keine Fotos, stellt keine Diagnose und bewertet kein Risiko. Bei Warnzeichen oder Unsicherheit gilt immer: ärztlich abklären lassen.

Quellen & weiterführende Informationen

Redaktionell erstellt und gepflegt von der Redaktion von Hautarzt-Vergleich.de. Stand: Juli 2026.

Wichtiger Hinweis: Der Muttermal-Check ist eine Orientierungshilfe zur Selbstbeobachtung und ersetzt keine ärztliche Untersuchung, Beratung oder Diagnose. Bei Warnzeichen oder Unsicherheit wenden Sie sich an eine Hautärztin oder einen Hautarzt.