Großes weißes, dreieckiges Sonnensegel spannt sich über eine Gartenterrasse und wirft einen klaren Schatten auf einen leeren Holztisch mit Stuhl, dahinter Lavendel, Rasen und eine Hecke im Mittagslicht
Illustration (KI-generiert): Schatten unter einem Sonnensegel an einem sonnigen Mittag.

Weißer Hautkrebs: Formen, Anzeichen, Behandlung & Prognose

Weißer (heller) Hautkrebs ist der Oberbegriff für Basalzellkarzinom und Plattenepithelkarzinom, die häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Wie Sie ihn erkennen, wann Sie zum Hautarzt sollten, wie er nach Leitlinie behandelt wird, wie gut die Heilungschancen sind, was die Krankenkasse zahlt und wann er als Berufskrankheit gilt.

Sorgfältig recherchiert · mit Quellen · Stand 21.10.2026

Weißer Hautkrebs, auch heller Hautkrebs genannt, ist der Sammelbegriff für die beiden häufigsten Krebserkrankungen der Haut: das Basalzellkarzinom (Basaliom) und das Plattenepithelkarzinom (Spinaliom). In Deutschland erkranken daran jedes Jahr schätzungsweise knapp 243.000 Menschen, die meisten im höheren Alter und fast immer an Stellen, die über Jahrzehnte viel Sonne abbekommen haben. Zuerst die gute Nachricht: Weißer Hautkrebs bildet viel seltener Tochtergeschwülste als der schwarze Hautkrebs (Melanom) und lässt sich in den allermeisten Fällen mit einer ambulanten Operation heilen. Harmlos ist er trotzdem nicht. Unbehandelt wächst er in die Tiefe, und das Plattenepithelkarzinom streut in einem kleinen Teil der Fälle. Eine Stelle, die nicht abheilt, blutet oder wächst, gehört deshalb zeitnah in hautärztliche Hände. Die Abklärung eines Verdachts ist eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse.

Was ist weißer Hautkrebs?

Der Name grenzt diese Tumoren vom schwarzen Hautkrebs ab, dem Melanom, das von den pigmentbildenden Zellen ausgeht und auf heller Haut oft einem dunklen Muttermal ähnelt. Über die Farbe sagt „weiß“ wenig aus: Heller Hautkrebs ist meist hautfarben, rötlich oder glasig, selten auch bräunlich. Beide Formen entstehen aus Zellen der Oberhaut, unterscheiden sich aber deutlich.

Basalzellkarzinom (Basaliom)Plattenepithelkarzinom (Spinaliom)
Anteil am hellen Hautkrebsknapp drei Vierteletwa ein Viertel
UrsprungStammzellen der Haarfollikel und der untersten OberhautschichtHornzellen (Keratinozyten) der Oberhaut
Vorstufekeine, schon die erste Veränderung ist der Tumorhäufig aktinische Keratose, Morbus Bowen oder Cheilitis actinica
Wachstummeist langsam, örtlich zerstörendoft schneller, ebenfalls örtlich zerstörend
Metastasenäußerst selten (geschätzt 0,0028 bis 0,55 Prozent)bei etwa 4 bis 5 von 100 Betroffenen, in Risikogruppen bis zu 20 von 100
Typisches Erkrankungsalterim Mittel 71 Jahre (Frauen) und 73 Jahre (Männer)im Durchschnitt etwa 70 Jahre

Vorstufen und Frühformen. Das Plattenepithelkarzinom entwickelt sich meist, aber nicht zwingend, aus veränderten Zellen, die zunächst auf die Oberhaut beschränkt bleiben. Die häufigste dieser Vorstufen ist die aktinische Keratose, eine raue, schuppige Stelle auf sonnengeschädigter Haut. An der Lippe heißt sie Cheilitis actinica. Beim Morbus Bowen reichen die stark veränderten Zellen bereits durch die gesamte Oberhaut. Die S3-Leitlinie nennt ihn deshalb ein Plattenepithelkarzinom in situ, also einen Krebs, der die Grenze zur Lederhaut noch nicht durchbrochen hat und deshalb noch nicht streuen kann. Erst wenn die Zellen diese Grenze überschreiten, spricht man von einem invasiven Plattenepithelkarzinom.

In der Krebsstatistik zählen auch einige seltene Tumoren wie das Merkelzellkarzinom zum nicht-melanotischen Hautkrebs. Sie verhalten sich anders und sind nicht Thema dieses Ratgebers.

Wie häufig ist heller Hautkrebs?

Heller Hautkrebs ist die häufigste Krebsart in Deutschland. Für 2023 schätzt das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) am Robert Koch-Institut 116.610 Neuerkrankungen bei Frauen und 126.210 bei Männern. Jeweils rund zwei Drittel der Tumoren sitzen an Kopf oder Hals. Nach Einführung des gesetzlichen Hautkrebs-Screenings 2008 stiegen die erfassten Zahlen deutlich an, seither zeigt sich laut ZfKD keine eindeutige Tendenz.

Die tatsächliche Krankheitslast ist größer. Krebsregister zählen laut S3-Leitlinie je Person nur den ersten Tumor einer Gewebeart; jeder weitere gilt statistisch als Rückfall, obwohl viele Betroffene im Laufe der Jahre mehrere Tumoren entwickeln.

Dem stehen laut ZfKD 1.432 Sterbefälle im Jahr 2024 gegenüber. Diese Zahl umfasst alle Formen des nicht-melanotischen Hautkrebses, also auch die seltenen. Gemessen an der Zahl der Erkrankten ist das wenig, und die Sterberaten liegen deutlich unter denen des Melanoms.

Ursachen und Risikofaktoren

Der wichtigste Auslöser ist UV-Strahlung, egal ob aus der Sonne, dem Solarium oder anderen künstlichen Quellen. Die beiden Formen reagieren dabei etwas unterschiedlich: Das Risiko für ein Plattenepithelkarzinom steigt mit der lebenslang gesammelten UV-Dosis. Beim Basalzellkarzinom spielen laut ZfKD eher wiederkehrende intensive Belastungen eine Rolle, also etwa Sonnenbrände in Kindheit und Jugend. Das erklärt, warum heller Hautkrebs vor allem ältere Menschen trifft und sich an den „Sonnenterrassen“ des Körpers zeigt: Nase, Stirn, Ohren, Lippen, Handrücken und unbehaarte Kopfhaut.

Ein höheres Risiko haben außerdem

  • Menschen mit heller Haut, die schnell einen Sonnenbrand bekommt,
  • ältere Menschen und Männer,
  • wer schon einmal hellen Hautkrebs oder viele aktinische Keratosen hatte,
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem, etwa durch Medikamente nach einer Organtransplantation oder durch eine HIV-Infektion. Nach einer Organtransplantation ist das Risiko für ein Plattenepithelkarzinom laut Patientenleitlinie bis zu 65-mal höher als bei Immungesunden, und die Tumoren wachsen laut S3-Leitlinie oft aggressiver,
  • Menschen mit seltenen erblichen Erkrankungen, die die Haut sehr lichtempfindlich machen, etwa Xeroderma pigmentosum, oder mit dem erblichen Basalzellkarzinomsyndrom,
  • wer längere Zeit Arsen, Teer oder ionisierender Strahlung ausgesetzt war, auch nach einer früheren Strahlentherapie.

Seltener entsteht ein Plattenepithelkarzinom in alten Narben, chronischen Wunden oder auf dem Boden chronisch-entzündlicher Hautkrankheiten wie dem Lichen sclerosus. Im Genitalbereich können bestimmte humane Papillomviren (HPV) beteiligt sein. Auch Medikamente können eine Rolle spielen: Die Patientenleitlinie nennt das Blutdruckmittel Hydrochlorothiazid (HCT) als Beispiel für einen Wirkstoff, der das Risiko für Plattenepithelkarzinome steigern kann. Setzen Sie ein verordnetes Medikament bitte nicht eigenmächtig ab, sondern sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an.

Wer viele Jahre im Freien gearbeitet hat, trägt ein deutlich höheres Risiko. Unter bestimmten Bedingungen ist das Plattenepithelkarzinom dann als Berufskrankheit anerkannt (siehe unten).

Auch dunkle Haut kann erkranken. Laut IQWiG wird manchmal fälschlich angenommen, Menschen mit dunklerer Haut bekämen keinen Hautkrebs, und auf dunkler Haut ist er schwerer zu erkennen. Ein Basalzellkarzinom ist dort häufiger dunkel oder braun gefärbt, ein Plattenepithelkarzinom sitzt häufiger an Stellen, die meist von Kleidung bedeckt sind, etwa an den Beinen.

Wie sieht weißer Hautkrebs aus? Anzeichen im Anfangsstadium

Heller Hautkrebs ist vielgestaltig. Selbst für Ärztinnen und Ärzte ist es mit bloßem Auge nicht immer einfach, die Form sicher zu bestimmen. Die folgenden Beschreibungen sollen Ihnen helfen, eine Stelle ernst zu nehmen; eine Diagnose ersetzen sie nicht. Anfangs verursacht heller Hautkrebs meist keine Schmerzen. Manchmal fällt er auf, weil er juckt oder blutet.

Basalzellkarzinom (laut Krebsinformationsdienst und gesund.bund.de):

  • ein kleines, glasiges, weißliches bis rötliches Knötchen, oft mit feinen Äderchen, später in der Mitte eingesunken und von einem perlschnurartigen Rand umgeben,
  • eine kleine Wunde, die verschorft und nicht abheilt oder immer wieder aufgeht,
  • seltener eine weißliche, narbenartige Stelle, ein flacher, roter, schuppender Fleck oder eine dunkel gefärbte Veränderung, die einem Muttermal ähnelt,
  • manchmal Brennen, Spannen oder Jucken.

Wie die einzelnen Unterformen aussehen und warum Lage und Größe für die Behandlung so wichtig sind, erklärt unser Ratgeber zum Basaliom.

Plattenepithelkarzinom:

  • eine raue, gerötete, verhornte Stelle, die sich wie Sandpapier anfühlt und auffällig verhärtet ist,
  • ein verhornter Knoten oder ein flaches Geschwür mit erhabenem Rand,
  • Krusten, Schuppung, Blutungen und rasches Wachstum,
  • seltener eine narbenähnliche Stelle oder eine Wunde, die nicht heilt.

Weil das Plattenepithelkarzinom oft aus einer aktinischen Keratose hervorgeht, ist eine Veränderung einer bekannten Lichtschwiele ein wichtiges Warnzeichen: Sie wird dicker, härter, wächst zu einem Knoten, blutet oder schmerzt.

Morbus Bowen zeigt sich meist als scharf begrenzter, roter bis bräunlicher Fleck, oft schuppend, von Münzgröße bis zu mehreren Zentimetern. Er wächst langsam und macht meist keine Beschwerden; bei größeren Herden ist Juckreiz beschrieben.

Eine Besonderheit ist das Keratoakanthom, ein halbkugeliger Knoten mit zentralem Hornpfropf, der innerhalb kurzer Zeit wächst. Es verläuft meist gutartig und kann sich sogar von selbst zurückbilden. Weil es sich laut S3-Leitlinie weder mit bloßem Auge noch unter dem Mikroskop sicher von einem Plattenepithelkarzinom unterscheiden lässt, wird es wie ein solches behandelt.

Die ABCDE-Regel, die Sie in unserem Muttermal-Check kennenlernen können, wurde für Pigmentmale und das Melanom entwickelt. Für den meist hautfarbenen hellen Hautkrebs passt sie nur eingeschränkt. Achten Sie deshalb zusätzlich auf glasige Knötchen, raue oder verhärtete Stellen und auf Wunden, die nicht heilen.

Wann zum Hautarzt?

Der Krebsinformationsdienst rät: Wenn Hautveränderungen länger als zwei Wochen anhalten, sollten Sie möglichst zeitnah eine Hautärztin oder einen Hautarzt aufsuchen. Lassen Sie eine Stelle insbesondere ansehen, wenn

  • eine Wunde, Kruste oder raue Stelle nicht abheilt oder immer wieder blutet und verschorft,
  • ein glasiges oder verhorntes Knötchen neu auftritt oder wächst,
  • sich eine Stelle verhärtet oder rasch größer wird,
  • sich eine bekannte aktinische Keratose verändert, also dicker, härter oder schmerzhaft wird,
  • ein roter, schuppender Fleck trotz Pflege bleibt,
  • die Unterlippe dauerhaft schuppt, weißlich verändert ist oder die Lippengrenze verwaschen wirkt,
  • ein Muttermal neu entsteht oder sich verändert (dazu mehr im Ratgeber zur Leberfleck-Entfernung).

Heller Hautkrebs ist in aller Regel kein Notfall, der innerhalb von Stunden behandelt werden muss. Monatelang abwarten sollten Sie aber nicht. Nennen Sie bei der Terminvereinbarung ausdrücklich den Verdacht auf Hautkrebs, damit die Praxis die Dringlichkeit einschätzen kann. Eiliger ist es, wenn eine Stelle schnell wächst, schmerzt, an Ohr, Lippe oder Augenlid sitzt oder wenn Ihr Immunsystem durch Medikamente geschwächt ist.

Noch am selben Tag sollten Sie ärztliche Hilfe suchen, wenn eine Stelle stark blutet und die Blutung trotz 10 bis 15 Minuten festen, ununterbrochenen Drucks nicht aufhört, oder wenn sich eine Wunde deutlich entzündet, also zunehmend rot, heiß und geschwollen wird, eitert oder Fieber hinzukommt. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117. Worauf Sie nach einer Operation achten sollten, steht im Ratgeber zur Hautchirurgie.

Die Abklärung einer auffälligen Stelle ist keine Vorsorge, sondern Diagnostik, und laut Krebsinformationsdienst eine Leistung der Krankenkasse. Erster Ansprechpartner kann auch die Hausarztpraxis sein. Ohne konkreten Anlass können gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre das kostenlose Hautkrebs-Screening nutzen.

Diagnose: Blick, Dermatoskop, Gewebeprobe

Oft erkennt eine erfahrene Hautärztin oder ein erfahrener Hautarzt hellen Hautkrebs schon mit bloßem Auge. Das Dermatoskop, eine beleuchtete Lupe, macht Gefäßmuster und Strukturen sichtbar und hilft, ihn von anderen Hautveränderungen abzugrenzen. Bei Verdacht auf ein Plattenepithelkarzinom soll laut S3-Leitlinie die gesamte Haut untersucht werden, weil Betroffene häufig weitere Veränderungen haben. Erzählen Sie, welche Medikamente Sie nehmen, ob Ihr Immunsystem geschwächt ist und ob Sie beruflich oder in der Freizeit viel draußen waren.

Gesichert wird die Diagnose durch die feingewebliche Untersuchung (Histologie). In örtlicher Betäubung wird dafür eine kleine Probe ausgestanzt oder flach abgetragen. Ist der Befund eindeutig und klein, wird die Stelle oft gleich vollständig entfernt; die Probe ist dann schon die Behandlung. Der Befund aus dem Labor zeigt, um welchen Tumor es sich handelt, wie dick er ist, wie stark sich die Zellen von gesunden unterscheiden und ob die Schnittränder tumorfrei sind. Diese Angaben bestimmen das Rückfall- und Metastasenrisiko und damit die weitere Behandlung.

Beim Plattenepithelkarzinom gelten laut S3-Leitlinie folgende Merkmale als ungünstig:

  • Tumordicke von mehr als 6 Millimetern oder Wachstum über das Unterhautfettgewebe hinaus,
  • Durchmesser von 2 Zentimetern oder mehr,
  • wenig ausgereifte (entdifferenzierte) Tumorzellen oder ein narbig-verhärtendes Wachstum (Desmoplasie),
  • Wachstum entlang von Nerven,
  • Lage an Ohr, Lippe oder Schläfe,
  • ein geschwächtes Immunsystem.

Liegen solche Merkmale vor, sollte eine Ultraschalluntersuchung der Lymphknoten in der Region erfolgen. Besteht der Verdacht, dass der Tumor gestreut hat, folgen Schnittbilder wie CT oder MRT. Ein Röntgenbild der Lunge oder ein Bauch-Ultraschall gehören laut Leitlinie nicht zur Standarduntersuchung. Eingeteilt wird nach dem TNM-System: T1 steht für einen Tumor bis 2 Zentimeter, T2 für mehr als 2 bis 4 Zentimeter. T3 bedeutet größer als 4 Zentimeter, tief eingewachsen, entlang von Nerven oder oberflächlich in den Knochen; T4 steht für einen tieferen Knochenbefall.

Behandlung nach Leitlinie

Für das Plattenepithelkarzinom und seine Vorstufen gilt in Deutschland die S3-Leitlinie „Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut“ des Leitlinienprogramms Onkologie (AWMF-Register 032/022OL), Version 2.0 mit Stand Dezember 2022. Laut AWMF-Register ist sie bis 30. Dezember 2027 gültig. Für das Basalzellkarzinom gibt es keine S3-, sondern eine S2k-Leitlinie (AWMF 032-021, Version 9.0), die seit Januar 2024 gilt und bis Ende 2028 gültig ist. Neuere Fassungen haben wir bei unserer Recherche im Oktober 2026 nicht gefunden.

Für beide Formen gilt laut Krebsinformationsdienst: Die Operation ist die wichtigste Behandlung. Ziel ist, den Tumor vollständig zu entfernen und dabei Aussehen und Funktion so gut wie möglich zu erhalten. In der Regel geschieht das ambulant und in örtlicher Betäubung in der Hautarztpraxis; größere Eingriffe sind auch im Krankenhaus möglich. Standard ist, das entfernte Gewebe anschließend unter dem Mikroskop zu untersuchen. Kleine Wunden werden direkt vernäht, größere mit einer Hautverschiebung (Lappenplastik) oder einem Hauttransplantat verschlossen. Wie Exzision, Wundverschluss und Nachbehandlung ablaufen, erklärt der Ratgeber zur Hautchirurgie.

Basalzellkarzinom

Laut S2k-Leitlinie ist die operative Entfernung mit feingeweblicher Kontrolle der Schnittränder die Therapie der ersten Wahl. An heiklen Stellen im Gesicht und bei Tumoren mit hohem Rückfallrisiko kommt die mikroskopisch kontrollierte Chirurgie zum Einsatz. Für kleine, oberflächliche Basalzellkarzinome mit niedrigem Risiko gibt es Alternativen ohne Skalpell: Cremes mit Imiquimod oder 5-Fluorouracil, die photodynamische Therapie (PDT) oder eine Vereisung. Sie haben etwas höhere Rückfallraten. Ist eine Operation nicht möglich, ist die Bestrahlung eine wirksame Option. Sehr selten ist ein Basalzellkarzinom so weit fortgeschritten, dass Tabletten aus der Gruppe der Hedgehog-Hemmer (Vismodegib, Sonidegib) und danach die Immuntherapie mit Cemiplimab infrage kommen. Zonen, Sicherheitsabstände und Rückfallraten stehen ausführlich im Ratgeber zum Basaliom.

Plattenepithelkarzinom

Operation. Die vollständige Entfernung ist laut Leitlinie die Methode der Wahl. Tumoren unter einem Zentimeter können mit einer Kürette oder als flache Abtragung (Shave-Exzision) entfernt werden; die kleine Wunde darf offen abheilen. Größere Tumoren werden herausgeschnitten.

Die lückenlose mikroskopisch (auch: mikrographisch) kontrollierte Chirurgie prüft den gesamten Schnittrand unter dem Mikroskop. Dafür wird der Tumor zunächst mit kleinem Abstand entfernt, und nur dort, wo noch Tumorzellen am Rand liegen, wird nachgeschnitten. Laut Patientenleitlinie wird dieses Verfahren eingesetzt, wenn mindestens eines dieser Merkmale vorliegt:

  • Lage an Ohr, Lippe oder Schläfe,
  • ein Rückfall nach früherer Operation,
  • Durchmesser über 2 Zentimeter,
  • der Tumor ist mit dem Untergrund verwachsen,
  • unter dem Mikroskop: Dicke über 6 Millimeter, Wachstum über das Unterhautfettgewebe hinaus, in Nervenscheiden oder stark veränderte Zellen (G3/G4, Desmoplasie).

Trifft keines dieser Merkmale zu, reicht die Standarduntersuchung der Schnittränder. Eine generelle Empfehlung, jedes Plattenepithelkarzinom so zu operieren, hält die Leitliniengruppe angesichts der Studienlage nicht für gerechtfertigt. Rückfälle an derselben Stelle sollen dagegen mit der kontrollierten Chirurgie behandelt werden. Bis die Schnittränder sicher tumorfrei sind, bleibt die Wunde offen oder wird so verschlossen, dass sich bei Bedarf noch gezielt nachschneiden lässt.

Zeigt der Laborbefund bestimmte Risikomerkmale, etwa eine Dicke über 6 Millimeter oder Wachstum entlang von Nerven, wird nach vollständiger Entfernung oft zusätzlich ein Sicherheitsabstand gesunder Haut nachgeschnitten. Die Patientenleitlinie nennt in der Regel 4 bis 10 Millimeter und betont, dass es dazu nur wenige Studiendaten gibt.

Cremes, Licht oder Kälte werden beim invasiven Plattenepithelkarzinom laut Krebsinformationsdienst nicht empfohlen. Sie sind den Vorstufen und oberflächlichen Basalzellkarzinomen vorbehalten.

Lymphknoten. Vorsorglich sollen unauffällige Lymphknoten nicht entfernt werden. Sind Lymphknoten befallen, sollten sie operativ entfernt werden, sofern das vollständig möglich ist. Die Wächterlymphknoten-Untersuchung, die beim Melanom häufig durchgeführt wird, empfiehlt die Leitlinie beim Plattenepithelkarzinom nicht generell, weil verlässliche Daten zu ihrem Nutzen fehlen.

Bestrahlung. Lässt sich der Tumor nicht vollständig entfernen oder ist eine Operation nicht möglich, sollte bestrahlt werden. Nach einer Operation empfiehlt die Leitlinie eine Bestrahlung, wenn Tumorreste nicht nachoperiert werden können, wenn mehr als ein Lymphknoten oder Lymphknoten in der Ohrspeicheldrüse befallen sind oder der Tumor ausgedehnt entlang von Nerven wächst. Bei sehr knappem Randabstand kann sie erwogen werden. Die Bestrahlung erfolgt meist ambulant an mehreren Tagen pro Woche über einige Wochen. Die Haut reagiert ähnlich wie bei einem Sonnenbrand; Jahre später können Verhärtungen und bleibende Farbveränderungen der Haut auftreten.

Fortgeschrittener Tumor. Lässt sich ein Plattenepithelkarzinom weder durch Operation noch durch Bestrahlung kontrollieren oder hat es gestreut, berät ein fachübergreifendes Tumorboard über eine medikamentöse Behandlung. In der ersten Linie soll eine Immuntherapie mit einem PD-1-Hemmer angeboten werden, der die körpereigene Abwehr gegen die Krebszellen aktiviert. In der EU ist dafür nach unserer Recherche Cemiplimab zugelassen; es wird alle drei Wochen als Infusion gegeben. In den Studien, die die Leitlinie auswertet, sprachen 41 bis 50 Prozent der Behandelten an; Vergleiche mit anderen Therapien fehlen. Sehr häufige Nebenwirkungen sind laut Produktinformation unter anderem Müdigkeit, Muskel- und Knochenschmerzen, Hautausschlag, Juckreiz, Durchfall und Übelkeit; außerdem kann die Immuntherapie Entzündungen von Organen wie Schilddrüse, Lunge oder Darm auslösen. Wirkt sie nicht mehr oder kommt sie nicht infrage, soll ein Hemmer des EGF-Rezeptors oder eine Chemotherapie angeboten werden. Manche dieser Mittel sind für das Plattenepithelkarzinom der Haut nicht eigens zugelassen; ob die Kasse sie übernimmt, wird dann im Einzelfall geklärt.

Neu seit der Leitlinienfassung von 2022: Cemiplimab ist in der EU inzwischen auch zur ergänzenden (adjuvanten) Behandlung zugelassen, wenn nach Operation und Bestrahlung ein hohes Rückfallrisiko besteht, etwa bei ausgedehntem Lymphknotenbefall. In der Zulassungsstudie traten nach im Mittel rund zwei Jahren bei 11,5 Prozent der Behandelten ein Rückfall oder Tod auf, unter Scheinmedikament bei 31,6 Prozent. Ob die Behandlung das Leben verlängert, war zum Zeitpunkt der Auswertung noch nicht absehbar. Die S3-Leitlinie bewertet diese Option noch nicht.

Morbus Bowen

Vor der Behandlung soll laut S3-Leitlinie eine Gewebeprobe klären, ob nicht doch schon ein invasives Karzinom oder eine ganz andere Hauterkrankung vorliegt. Weil der Morbus Bowen meist einzeln auftritt und von gesunder Haut umgeben ist, wird er gezielt an der Stelle behandelt:

VerfahrenEmpfehlung der S3-Leitlinie
Operative Entfernung (flache Abtragung oder Exzision), bei einzelnen Herdensoll angeboten werden
5-Fluorouracil-Creme 5 %sollte angeboten werden
Photodynamische Therapie mit Rotlicht, zwei Sitzungen innerhalb von vier Wochensollte angeboten werden
Vereisung (Kryochirurgie)kann angeboten werden
Abtragender Laserkann angeboten werden
Imiquimod-Creme 5 % bei intaktem Immunsystemkann angeboten werden, ist dafür aber nicht zugelassen

Spricht eine Stelle nicht vollständig an, soll erneut eine Gewebeprobe entnommen werden. An Fingerendgliedern, in der Nähe von Mund oder Auge und bei unscharf begrenzten Rückfällen kommt die mikroskopisch kontrollierte Chirurgie in Betracht.

Aktinische Keratosen

Die Vorstufen werden anders behandelt als ein invasiver Tumor: mit Vereisung, Abtragung, Cremes oder photodynamischer Therapie, oft auf einer ganzen sonnengeschädigten Fläche. Alle Verfahren, ihre Erfolgsraten und die Kosten finden Sie im Ratgeber zur aktinischen Keratose.

Ist weißer Hautkrebs gefährlich? Prognose und Heilungschancen

Für die große Mehrheit ist die Antwort beruhigend. Die relative Fünf-Jahres-Überlebensrate liegt laut ZfKD bei 103 Prozent: Menschen mit hellem Hautkrebs leben im Durchschnitt also nicht kürzer als Gleichaltrige ohne diese Erkrankung. Das ist ein Mittelwert über alle Betroffenen und keine Aussage über den Einzelfall.

Das Basalzellkarzinom streut nur äußerst selten. Seine Gefahr liegt im örtlichen Wachstum: Lange unbehandelt, kann es Augenlid, Nasenflügel, Ohrknorpel oder sogar Knochen zerstören.

Das Plattenepithelkarzinom ist ernster zu nehmen. In einer großen Beobachtungsstudie, auf die sich die Leitlinie stützt, bildeten 4 von 100 Betroffenen Metastasen. Tumoren bis 2 Millimeter Dicke streuten dort nicht, bei 2,1 bis 6 Millimetern waren es 4 Prozent, bei mehr als 6 Millimetern 16 Prozent. Etwa 80 Prozent der Metastasen treten laut Leitlinie in der Nähe des Tumors auf, vor allem in den regionalen Lymphknoten. Je nach Studie sterben etwa 2 bis 5 von 100 Menschen mit Plattenepithelkarzinom an der Erkrankung. Haben sich bereits Fernmetastasen gebildet, ist die Prognose ernst: Laut Leitlinie lebt dann die Hälfte der Betroffenen weniger als zwei Jahre. Diese Angabe beruht allerdings auf einer Studie aus der Zeit vor der Immuntherapie; wie stark sie den Verlauf verbessert, lässt sich aus den bisherigen, meist nicht vergleichenden Studien noch nicht sicher beziffern.

Ein unheilbares „Endstadium“ ist beim hellen Hautkrebs also die Ausnahme. Lebensbedrohliche fortgeschrittene oder metastasierte Verläufe sind laut gesund.bund.de sehr selten. Früh erkannt, lässt sich heller Hautkrebs meist gut behandeln.

Was viele unterschätzen: Nach hellem Hautkrebs kommt oft weiterer. In einer US-Kohorte mit 1.426 Menschen mit Plattenepithelkarzinom bekamen 42 von 100 innerhalb von fünf Jahren ein weiteres, nach zehn Jahren 69 von 100. Auch das Risiko für ein Melanom ist leicht erhöht. Das ist meist kein Rückfall, sondern eine Folge derselben sonnengeschädigten Haut, und genau dafür gibt es die Nachsorge.

Nachsorge

Nach jedem Plattenepithelkarzinom soll laut S3-Leitlinie eine Nachsorge stattfinden, auch bei kleinen Tumoren ohne Risikomerkmale, weil neue Hauttumoren häufig sind. Die Abstände richten sich nach dem Risiko:

AusgangslageJahr 1 bis 2Jahr 3 bis 5Jahr 6 bis 10
Geringes Risikoalle 6 Monatejährlich–
Hohes Risikoalle 3 Monatealle 6 Monatejährlich
Geschwächtes Immunsystemalle 3 Monatealle 3 bis 6 Monatealle 3 bis 6 Monate, je nach Risiko
Lokal fortgeschritten oder metastasiertalle 3 Monate (bis einschließlich Jahr 3)alle 3 bis 6 Monate (Jahr 4 bis 5)alle 6 bis 12 Monate

Die engen Abstände am Anfang haben einen Grund: Etwa 80 Prozent der Rückfälle treten laut Leitlinie in den ersten zwei Jahren auf. Bei jedem Termin wird die gesamte Haut untersucht; bei erhöhtem Risiko kommt ein Ultraschall der Lymphknoten hinzu. Auch die Zahl Ihrer aktinischen Keratosen fließt in die Planung ein, und neue Vorstufen werden früh mitbehandelt. Je nach Verlauf kann später besprochen werden, die Nachsorge in ein reguläres Hautkrebs-Screening zu überführen.

Nach einem Basalzellkarzinom empfiehlt die S2k-Leitlinie bei niedrigem Risiko eine Kontrolle nach sechs Monaten und danach jährlich, bei hohem Risiko engere Abstände. Details stehen im Basaliom-Ratgeber.

Zwischen den Terminen lohnt die Selbstkontrolle: Sehen Sie Ihre Haut regelmäßig an, für Rücken und Kopfhaut mit Spiegel oder mit Hilfe einer vertrauten Person, und tasten Sie sonnenbelastete Stellen ab. Fällt Ihnen etwas auf, warten Sie nicht bis zum nächsten Termin.

Weißer Hautkrebs als Berufskrankheit (BK 5103)

Seit dem 1. Januar 2015 können Plattenepithelkarzinome und multiple aktinische Keratosen durch natürliche UV-Strahlung als Berufskrankheit Nr. 5103 anerkannt werden. Das Bowen-Karzinom wird wie ein Plattenepithelkarzinom bewertet. Der Morbus Bowen zählt wie die aktinischen Keratosen nur dann, wenn er multipel auftritt. Als multipel gelten mehr als fünf Herde innerhalb von zwölf Monaten oder eine zusammenhängend befallene Fläche von mehr als 4 cm². Basalzellkarzinom und Melanom sind nicht eingeschlossen; sie sind laut DGUV von der wissenschaftlichen Begründung dieser Berufskrankheit nicht erfasst.

Voraussetzung ist eine langjährige Arbeit im Freien. Als Orientierung nennt die S3-Leitlinie zum Beispiel 15 Jahre Arbeit im Freien bei einem Alter von 50 Jahren, 18 Jahre mit 60, 21 Jahre mit 70 und 24 Jahre mit 80. Besonders gefährdet sind laut Leitlinie Beschäftigte in Land- und Forstwirtschaft, Gartenbau, Fischerei und Seefahrt, im Baugewerbe und Handwerk, etwa Dachdecker und Zimmerleute, außerdem Straßenarbeiter, Bademeister und Bergführer. Potenziell gefährdet sind auch Fahrradkuriere, Sportlehrkräfte oder Erzieherinnen und Erzieher in Kitas. Es kommt weniger auf den Beruf an als darauf, wie viel tatsächlich draußen gearbeitet wurde.

Erzählen Sie Ihrer Hautärztin oder Ihrem Hautarzt deshalb von Ihrer Arbeit im Freien. Besteht ein begründeter Verdacht, sind Ärztinnen und Ärzte laut Leitlinie gesetzlich verpflichtet, ihn an den Unfallversicherungsträger zu melden, also an die Berufsgenossenschaft, die Unfallkasse oder die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. Für Beamtinnen und Beamte gelten eigene Regeln. Ob die Voraussetzungen erfüllt sind, prüft der Unfallversicherungsträger. Wird die Berufskrankheit anerkannt, übernimmt und koordiniert die Unfallversicherung laut DGUV die weiteren Leistungen. Wie verbreitet das ist, zeigt eine Zahl der DGUV: Von 2015 bis 2022 wurden mehr als 38.600 Fälle anerkannt; die BK 5103 gehört damit zu den am häufigsten anerkannten Berufskrankheiten. Mehr zu den Voraussetzungen steht im Ratgeber zur aktinischen Keratose.

Kosten: Was zahlt die Krankenkasse?

Heller Hautkrebs ist eine Krankheit, keine kosmetische Frage. Gesetzlich Versicherte haben nach § 27 SGB V Anspruch auf Krankenbehandlung, wenn sie notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen oder zu heilen. Für die Praxis heißt das:

LeistungGesetzlich Versicherte
Abklärung eines Verdachts, Dermatoskop, Gewebeprobe, HistologieKassenleistung, auch unabhängig vom Screening-Intervall
Operation einschließlich Wundverschlussbei medizinischer Notwendigkeit Kassenleistung
Bestrahlung, Untersuchung der Lymphknoten, Nachsorgebei medizinischer Notwendigkeit Kassenleistung
Zugelassene Medikamente auf RezeptKassenleistung; gesetzlich Versicherte ab 18 Jahren zahlen 10 Prozent des Preises, mindestens 5 und höchstens 10 Euro pro Packung
Medikamente außerhalb ihrer Zulassung (Off-Label)Kostenübernahme wird im Einzelfall geprüft
Photodynamische Therapie mit Rotlichtin der Regel keine Regelleistung; vorher klären

Zur Rotlicht-PDT halten Kassenärztliche Bundesvereinigung und Arzneimittelkommission (für die aktinische Keratose) fest, dass sie als vom Gemeinsamen Bundesausschuss nicht bewertete Methode keine Kassenleistung ist. Wird Ihnen ein Verfahren als Selbstzahlerleistung angeboten, lassen Sie sich die Kosten vorher schriftlich nennen und fragen Sie nach der Kassenalternative. Einen belastbaren Pauschalpreis für solche Leistungen gibt es nicht.

Für Zuzahlungen gilt eine jährliche Belastungsgrenze von 2 Prozent des Bruttoeinkommens, für chronisch Kranke 1 Prozent; die Befreiung müssen Sie bei Ihrer Kasse beantragen. Privatversicherte klären die Erstattung mit ihrem Tarif. Bei einer anerkannten Berufskrankheit trägt die gesetzliche Unfallversicherung die Leistungen im Zusammenhang mit der Berufskrankheit.

Vorbeugung und Früherkennung

Ganz verhindern lässt sich heller Hautkrebs nicht, aber konsequenter UV-Schutz kann das Risiko senken. Empfohlen werden vor allem diese Maßnahmen:

  1. Starke Sonne meiden, vor allem im Sommer zwischen 11 und 15 Uhr, und Schatten suchen. Auch im Schatten kommt noch etwas UV-Strahlung an.
  2. Kleidung tragen: lichtundurchlässige Kleidung, eine Kopfbedeckung und eine Sonnenbrille mit UV-Schutz. Bei lichtem Haar oder Glatze ist die Kopfbedeckung besonders wichtig, denn die unbehaarte Kopfhaut ist eine typische Stelle für hellen Hautkrebs.
  3. Sonnencreme reichlich auf die Stellen, die sich nicht anders bedecken lassen.

Verzichten Sie auf Solarien und schützen Sie Kinder besonders sorgfältig vor Sonnenbrand. Wer im Freien arbeitet, sollte die Schutzmaßnahmen des Betriebs nutzen; die DGUV nennt etwa, Arbeiten in sonnenärmere Tageszeiten zu verlegen, schützende Kleidung zu tragen und Hautschutzmittel zu nutzen. Wenn Sie dauerhaft Medikamente nehmen, die das Immunsystem unterdrücken, besprechen Sie mit Ihrem Behandlungsteam, wie oft Ihre Haut kontrolliert werden sollte.

Ausführliche Empfehlungen enthält die S3-Leitlinie „Prävention von Hautkrebs“. Gültig ist derzeit deren Version 2.1; eine überarbeitete Version 3 war bis August 2026 in der öffentlichen Konsultation und lag bei unserer Recherche noch nicht als endgültige Fassung vor.

Zur Früherkennung haben gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Untersuchung der gesamten Haut, die auch nach hellem Hautkrebs und seinen Vorstufen sucht. Sie wird von Hautärztinnen und Hautärzten sowie von entsprechend fortgebildeten Hausärztinnen und Hausärzten angeboten. Wie sie abläuft und was Zusatzangebote kosten, lesen Sie im Ratgeber zum Hautkrebs-Screening. Ergänzend empfehlen Fachleute, die eigene Haut regelmäßig selbst anzusehen. Dass diese Selbstuntersuchung das Risiko senkt, an Hautkrebs zu sterben, ist laut Krebsinformationsdienst bisher allerdings nicht durch aussagekräftige Studien belegt.

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Quellen

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.