Älterer Mann im Beratungsgespräch mit einer Hautärztin an einem Holztisch in einer hellen Praxis
Illustration (KI-generiert): Beratungsgespräch in der hautärztlichen Praxis.

Basaliom: Anzeichen, Behandlung & Heilungschancen

Das Basaliom (Basalzellkarzinom) ist der häufigste Hautkrebs. Es wächst langsam und streut nur äußerst selten, kann unbehandelt aber umliegendes Gewebe zerstören. Woran Sie es erkennen können, wie es festgestellt und nach Leitlinie behandelt wird, wie gut die Heilungschancen sind und was die Krankenkasse zahlt.

Sorgfältig recherchiert · mit Quellen · Stand 20.10.2026

Ein Basaliom, medizinisch Basalzellkarzinom, ist der häufigste Hautkrebs. Es wächst meist langsam, bildet nur äußerst selten Tochtergeschwülste (Metastasen) und lässt sich in den allermeisten Fällen durch eine Operation vollständig entfernen. Harmlos ist es trotzdem nicht. Unbehandelt dringt es Schritt für Schritt in tiefere Gewebe ein und kann Haut, Knorpel und im fortgeschrittenen Fall sogar Knochen zerstören. Weil Basaliome bevorzugt im Gesicht entstehen, entscheidet der Zeitpunkt der Diagnose oft darüber, wie klein der Eingriff und die Narbe bleiben. Untersuchung, Gewebeprobe und Behandlung zahlt bei Verdacht die gesetzliche Krankenkasse.

Was ist ein Basaliom?

„Basaliom“ ist der ältere, im Alltag noch weit verbreitete Name. Die aktuelle deutsche S2k-Leitlinie spricht bewusst nur noch vom Basalzellkarzinom, unter anderem um zu unterstreichen, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt, der aggressiv wachsen kann. Zusammen mit dem Plattenepithelkarzinom (Spinaliom) bildet es den weißen oder hellen Hautkrebs, der vom „schwarzen“ Hautkrebs, dem Melanom, unterschieden wird.

Basalzellkarzinome entstehen aus Stammzellen der Haarfollikel und der untersten Schicht der Oberhaut. Deshalb treten sie auf Schleimhäuten, Handflächen und Fußsohlen, wo keine Haarfollikel sitzen, als Ersttumor praktisch nicht auf. Anders als dem Plattenepithelkarzinom, das sich oft aus einer aktinischen Keratose entwickelt, geht dem Basaliom keine Vorstufe voraus. Schon die erste kleine Veränderung ist der Tumor selbst.

Wie verbreitet es ist, zeigen die Krebsregister: Für 2023 schätzt das Zentrum für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut knapp 243.000 Neuerkrankungen an hellem Hautkrebs in Deutschland, knapp drei Viertel davon Basalzellkarzinome. Die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen, weil Register meist nur den ersten Tumor einer Person erfassen. Das mediane Erkrankungsalter liegt laut S2k-Leitlinie bei 73 Jahren für Männer und 71 Jahren für Frauen; Männer sind etwas häufiger betroffen.

Entscheidend für die Einordnung: Ein Basaliom wächst örtlich eindringend und zerstörend, streut aber laut Leitlinie nur in geschätzt 0,0028 bis 0,55 Prozent der Fälle. Die Gefahr liegt also nicht in Metastasen, sondern darin, dass ein lange unbehandelter Tumor Augenlid, Nasenflügel oder Ohrknorpel angreifen kann.

Ursachen und Risikofaktoren

Der wichtigste Auslöser ist UV-Strahlung. Es zählt sowohl die über Jahrzehnte gesammelte Dosis als auch intensive Belastungsspitzen, also Sonnenbrände, vor allem in der Kindheit. Auch Solarien erhöhen das Risiko. Das erklärt, warum Basaliome überwiegend im höheren Alter und an den „Sonnenterrassen“ des Körpers auftreten.

Hinzu kommen weitere Risikofaktoren:

  • heller Hauttyp (Typ I und II), der schnell einen Sonnenbrand bekommt
  • höheres Lebensalter und männliches Geschlecht
  • ein bereits früher aufgetretenes Basalzellkarzinom
  • langjährige Unterdrückung des Immunsystems, etwa nach einer Organtransplantation (Risiko etwa 4- bis 7-fach erhöht)
  • eine frühere Strahlenbehandlung sowie chronischer Kontakt mit Arsen
  • Narben und chronische Wunden
  • seltene erbliche Erkrankungen wie das Basalzellkarzinomsyndrom (Gorlin-Goltz-Syndrom) oder Xeroderma pigmentosum

Wer viele Jahre im Freien gearbeitet hat, trägt ebenfalls ein höheres Risiko. Anders als Plattenepithelkarzinome und multiple aktinische Keratosen wird ein Basalzellkarzinom durch natürliche UV-Strahlung derzeit aber nicht als Berufskrankheit (BK 5103) anerkannt.

Wie sieht ein Basaliom aus?

Basaliome sind vielgestaltig, und genau das macht sie für Laien schwer erkennbar. Die folgenden Beschreibungen sollen Ihnen helfen, eine Stelle ernst zu nehmen. Eine Diagnose ersetzen sie nicht.

  • Knotiges (noduläres) Basaliom: die häufigste Form. Anfangs ein kleines, glasig glänzendes, hautfarbenes bis rötliches Knötchen, das an Perlmutt oder Kerzenwachs erinnern kann; oft schimmern feine Äderchen durch. Später sinkt die Mitte ein, ringsum bleibt ein perlschnurartiger Randwall, und die Mulde verkrustet oder blutet immer wieder.
  • Oberflächliches (superfizielles) Basaliom: ein flacher, rötlicher, leicht schuppender Fleck, häufig am Rumpf, an Armen oder Beinen. Es wird leicht mit einem Ekzem verwechselt.
  • Sklerodermiformes Basaliom: eine weißliche, verhärtete, narbenähnliche Stelle mit unscharfem Rand. Wie weit sie tatsächlich reicht, ist mit bloßem Auge oft schwer zu erkennen.
  • Pigmentiertes Basaliom: bräunlich bis schwärzlich und deshalb manchmal einem Muttermal oder Melanom ähnlich. Auf dunkler Haut sind Basaliome häufiger pigmentiert.

Typisch ist auch, was ein Basaliom meist nicht tut: Es schmerzt anfangs kaum und wächst langsam, über Monate bis Jahre. Manche Betroffene spüren ein Brennen, Spannen oder Jucken. Ein klassisches Warnzeichen ist eine kleine Wunde, die verschorft, scheinbar abheilt und wieder aufgeht.

Wo Basaliome entstehen: am häufigsten an Kopf und Hals, also an der Nase, an Wangen und Stirn, an den Ohren, in den Lidwinkeln und auf der unbehaarten Kopfhaut. Rumpf, Arme und Beine folgen; dort finden sich vor allem die oberflächlichen Formen.

Die bekannte ABCDE-Regel, die Sie in unserem Muttermal-Check Schritt für Schritt kennenlernen können, wurde für Pigmentmale und das Melanom entwickelt. Für die meist hautfarbenen Basaliome passt sie nur eingeschränkt. Achten Sie deshalb zusätzlich auf glasige Knötchen und auf Wunden, die nicht heilen.

Wann zum Hautarzt?

Lassen Sie eine Stelle zeitnah hautärztlich ansehen, wenn

  • eine Wunde, Kruste oder raue Stelle länger als etwa zwei Wochen besteht oder immer wieder blutet und verschorft,
  • ein glasiges, perlmuttartig glänzendes Knötchen neu auftritt oder langsam größer wird,
  • sich eine weißliche, narbenartige Verhärtung bildet, ohne dass Sie sich dort verletzt haben,
  • ein roter, schuppender Fleck trotz Pflege nicht verschwindet,
  • ein Muttermal neu entsteht oder sich verändert,
  • eine solche Veränderung an Nase, Augenlid, Ohr oder Lippe sitzt. Dort zählen schon wenige Millimeter.

Ein Basaliom ist in aller Regel kein Notfall, der innerhalb von Stunden behandelt werden muss. Monatelang abwarten sollten Sie aber nicht. Nennen Sie bei der Terminvereinbarung ausdrücklich den Verdacht auf Hautkrebs, damit die Praxis die Dringlichkeit einschätzen kann. Eiliger wird es, wenn eine Stelle rasch wächst, schmerzt, sich taub anfühlt oder nahe am Auge liegt.

Die Abklärung einer auffälligen Stelle ist keine Vorsorge, sondern Diagnostik. Sie wird deshalb unabhängig von Alter und Screening-Intervall von der Kasse bezahlt. Ohne konkreten Anlass können gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre das kostenlose Hautkrebs-Screening nutzen, bei dem die gesamte Haut auch auf Basaliome untersucht wird.

Diagnose: Dermatoskop und Gewebeprobe

Oft reicht der geübte Blick, um den Verdacht zu stellen. Zusätzlich nutzt die Hautärztin oder der Hautarzt ein Dermatoskop, eine beleuchtete Lupe, die Gefäßmuster und Strukturen in der Haut sichtbar macht. Das erhöht die diagnostische Sicherheit; in Studien lagen Sensitivität und Spezifität für das Basalzellkarzinom jeweils bei über 90 Prozent. Steht die Diagnose, soll die gesamte Haut einschließlich der Kopfhaut untersucht werden, weil Betroffene häufiger weitere Hauttumoren haben.

Gesichert wird die Diagnose durch die feingewebliche Untersuchung (Histologie). Dafür wird in örtlicher Betäubung eine kleine Gewebeprobe entnommen, oder ein kleiner, eindeutiger Befund wird gleich vollständig entfernt und anschließend untersucht. Der Befund zeigt den Wachstumstyp, die Tumordicke und nach einer Entfernung, ob die Schnittränder tumorfrei sind. Ultraschall, CT oder MRT braucht es nur in Ausnahmefällen, etwa wenn ein großer Tumor in Knochen oder Augenhöhle eingewachsen sein könnte.

Aus Lage, Größe, Begrenzung, Wachstumstyp und Vorgeschichte ergibt sich das Rückfallrisiko, nach dem sich die Behandlung richtet. Die Leitlinie teilt den Körper dafür in drei Zonen ein:

ZoneKörperregionenHohes Rückfallrisiko ab
H-Zonezentrales Gesicht: Nase, Augenlider und -brauen, Oberlippe, Schläfen, Ohren und Umgebung, Kieferwinkel; außerdem Genitale, Hände, Füßemehr als 6 mm Durchmesser
M-ZoneWangen, Stirn, Kinn, Unterlippe, Kopfhaut, Hals, Schienbeinmehr als 10 mm
L-ZoneRumpf, Arme und Beinemehr als 20 mm

Unabhängig von der Größe gelten ein schlecht abgrenzbarer Rand, ein Rückfall, aggressive Wachstumstypen (etwa sklerodermiform oder infiltrativ), Wachstum entlang von Nerven und ein Tumor in früher bestrahlter Haut als Hochrisiko-Merkmale.

Behandlung nach Leitlinie

Ziel ist, das Basaliom vollständig zu entfernen und dabei Funktion und Aussehen so gut wie möglich zu erhalten.

Operation: die erste Wahl

Die S2k-Leitlinie empfiehlt die operative Entfernung mit feingeweblicher Kontrolle der Schnittränder als wirksamste Therapie. Mehr als 95 Prozent aller Basalzellkarzinome lassen sich so sicher und vollständig behandeln; innerhalb von fünf Jahren kehren nach einer Operation etwa 2 bis 8 Prozent zurück. Zwei Wege sind üblich:

  • Konventionelle Exzision: Der Tumor wird mit einem Sicherheitsabstand gesunder Haut herausgeschnitten, bei niedrigem Rückfallrisiko meist 3 bis 5 Millimeter, und danach feingeweblich untersucht. Bei kleinen Basaliomen an Rumpf oder Gliedmaßen ist das oft der ganze Eingriff.
  • Mikroskopisch kontrollierte Chirurgie: Der Tumor wird zunächst knapp entfernt, markiert, und sein gesamter Rand wird lückenlos unter dem Mikroskop geprüft. In Deutschland ist dafür auch der Begriff 3D-Histologie gebräuchlich; eng verwandt ist die Mohs-Chirurgie. Finden sich noch Tumorausläufer, wird gezielt nur dort nachgeschnitten, bis alle Ränder frei sind, und erst dann wird die Wunde verschlossen. Für Basaliome mit hohem Rückfallrisiko und für Rückfälle ist dieses Verfahren ausdrücklich vorgesehen. Es schont im Gesicht gesundes Gewebe. In einer randomisierten Studie kehrten bereits einmal wiedergekehrte Basaliome im Gesicht danach innerhalb von zehn Jahren in 3,9 Prozent zurück, nach konventioneller Operation in 13,5 Prozent.

Operiert wird fast immer ambulant und in örtlicher Betäubung. Kleine Wunden werden direkt vernäht. Größere Defekte, etwa an der Nase, werden mit einer Hautverschiebung (Lappenplastik) oder einem Hauttransplantat verschlossen. Bei der 3D-Histologie bleibt die Wunde oft provisorisch versorgt, bis der feingewebliche Befund vorliegt. Selbst wenn ein Transplantat nötig ist, dauert die Behandlung insgesamt selten länger als vier Wochen. Reichen Tumorzellen bis an den Schnittrand (R1), ist die Nachexzision die Therapie erster Wahl. Bei einem Niedrigrisiko-Basaliom können im begründeten Einzelfall auch ein nicht operatives Verfahren oder eine engmaschige Beobachtung besprochen werden. Für kleine oberflächliche Basaliome an Rumpf oder Gliedmaßen kann auch eine flache Abtragung (Shave-Exzision) infrage kommen, etwa wenn viele Herde vorliegen.

Cremes, Licht und Kälte bei oberflächlichen Basaliomen

Für oberflächliche Basaliome mit niedrigem Risiko gibt es Verfahren ohne Skalpell. Infrage kommen sie vor allem, wenn gegen eine Operation etwas spricht, zum Beispiel Begleiterkrankungen oder sehr viele Herde. Ihr gemeinsamer Nachteil: Ob jede Tumorzelle zerstört ist, lässt sich nicht unter dem Mikroskop prüfen. Rückfälle sind häufiger, die Nachsorge muss engmaschiger sein.

  • Imiquimod-Creme (5 %) regt das Immunsystem an, Tumorzellen anzugreifen. Sie wird abends an 5 Tagen pro Woche über 6 Wochen aufgetragen und ist für oberflächliche Basaliome unter 2 cm zugelassen. Rötung, Krusten und Brennen gehören zur gewünschten Entzündungsreaktion, auch grippeähnliche Beschwerden sind möglich. In einer Vergleichsstudie waren nach drei Jahren 84 Prozent der Behandelten tumorfrei, nach Operation 98 Prozent.
  • 5-Fluorouracil-Creme (5 %) ist ein örtlich wirkendes Chemotherapeutikum. Sie wird zweimal täglich über etwa vier Wochen aufgetragen und ist zugelassen, wenn eine Operation nicht infrage kommt oder erfolglos war.
  • Bei der photodynamischen Therapie (PDT) reichert sich eine lichtempfindlich machende Creme im Tumor an, anschließend wird die Stelle mit Rotlicht bestrahlt; beim Basaliom sind zwei Sitzungen üblich. Sie eignet sich für dünne Tumoren und hinterlässt meist ein gutes kosmetisches Ergebnis, die Belichtung kann aber deutlich schmerzen. Bei knotigen Basaliomen kehrten nach fünf Jahren 14 Prozent zurück, nach Operation 4 Prozent.
  • Vereisung (Kryochirurgie) und Laser kommen bei kleinen oberflächlichen Basaliomen in Betracht, wenn weder Operation noch Cremes oder PDT geeignet sind.

Strahlentherapie

Lässt sich ein Basaliom nicht oder nur mit einem sehr großen, entstellenden Eingriff operieren, oder möchten Sie keine Operation, ist die Bestrahlung eine wirksame Alternative. Kleinere Basaliome werden damit laut Leitlinie in 92 bis 99 Prozent der Fälle kontrolliert, große Hochrisiko-Tumoren in 70 bis 90 Prozent. Die Behandlung läuft meist ambulant über mehrere Wochen mit Sitzungen an mehreren Tagen pro Woche. Bei Erkrankungen mit erhöhter Strahlenempfindlichkeit, etwa Basalzellkarzinomsyndrom, Xeroderma pigmentosum, Lupus erythematodes oder Sklerodermie, soll nicht bestrahlt werden.

Fortgeschrittene Basaliome

Sehr selten ist ein Basaliom so weit fortgeschritten, dass weder Operation noch Bestrahlung infrage kommen, oder es hat gestreut. Dann berät ein fachübergreifendes Tumorboard. Zur Verfügung stehen Hedgehog-Inhibitoren (Vismodegib, Sonidegib), die als tägliche Kapsel einen Wachstumssignalweg des Tumors blockieren. Häufige Nebenwirkungen sind Muskelkrämpfe, Haarausfall, Geschmacksstörungen, Gewichtsverlust und Müdigkeit; in der Zulassungsstudie von Vismodegib führten sie bei etwa 30 Prozent zum Abbruch. Wirkt ein Hedgehog-Inhibitor nicht mehr oder wird er nicht vertragen, kommt die Immuntherapie mit dem Antikörper Cemiplimab infrage, eine Infusion etwa alle drei Wochen. Schrumpft der Tumor, wird erneut geprüft, ob er nun operiert werden kann.

Auch bei hochbetagten Menschen bleibt die vollständige Entfernung das Ziel, denn die Operation ist meist ambulant in örtlicher Betäubung möglich. Begleiterkrankungen, Lebenserwartung und persönliche Wünsche fließen aber in die Wahl der Methode ein.

Heilungschancen und Prognose

Die Aussichten sind sehr gut. Nach vollständiger operativer Entfernung ist ein Basaliom in aller Regel geheilt, und die Deutsche Krebshilfe betont, dass die Lebenserwartung Betroffener kaum beeinträchtigt ist. Wie hoch das Rückfallrisiko im Einzelfall ist, hängt von Lage, Größe, Wachstumstyp und Behandlungsmethode ab.

Was viele unterschätzen: Wer ein Basaliom hatte, bekommt häufig ein weiteres. In einer Kohortenstudie entwickelte etwa ein Drittel der Betroffenen innerhalb von fünf Jahren ein neues Basalzellkarzinom, nach zehn Jahren die Hälfte. Auch das Risiko für Plattenepithelkarzinome und Melanome ist erhöht. Das ist kein Rückfall der alten Erkrankung, sondern eine Folge derselben sonnengeschädigten Haut, und genau deshalb lohnt sich die Nachsorge.

Nachsorge

Die Leitlinie empfiehlt Kontrollen, die sich nach dem Risiko richten:

AusgangslageEmpfohlene Kontrollen
Einzelnes, operiertes Basaliom mit niedrigem Rückfallrisikonach 6 Monaten, danach einmal jährlich
Mehrere Basaliome, hohes Rückfallrisiko, fortgeschrittene Tumoren, erbliche Syndromealle 3 Monate; nach 2 Jahren ohne neuen Tumor einmal jährlich

Bei jedem Termin wird die gesamte Haut untersucht, nicht nur die Narbe. Laut Krebsinformationsdienst treten die meisten Rückfälle und neuen Basaliome in den ersten drei Jahren auf; die Deutsche Krebshilfe rät, die Nachsorge zeitlich nicht zu begrenzen. Nach Cremes, PDT oder Vereisung sind meist engere Kontrollen sinnvoll. Zwischen den Terminen sollten Sie Ihre Haut regelmäßig selbst ansehen, für Rücken und Kopfhaut mit Spiegel oder mit Hilfe einer vertrauten Person. Fällt Ihnen etwas auf, warten Sie nicht bis zum nächsten Termin.

Kosten: Was zahlt die Krankenkasse?

Bei Verdacht auf ein Basaliom und bei gesicherter Diagnose übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die medizinisch notwendige Versorgung. Dazu gehören die Untersuchung mit dem Dermatoskop, Gewebeprobe und Histologie, die Operation einschließlich Wundverschluss, eine notwendige Bestrahlung, zugelassene Medikamente und die Nachsorge. Für Medikamente auf Rezept, etwa eine Imiquimod-Creme, zahlen Erwachsene die gesetzliche Zuzahlung von 10 Prozent des Preises, mindestens 5 und höchstens 10 Euro pro Packung.

Für die photodynamische Therapie eines Basalzellkarzinoms besteht in der ambulanten GKV-Versorgung regelhaft keine Erstattungsfähigkeit. Auch bei einer angebotenen Lasertherapie sollte die Kostenübernahme vor Beginn schriftlich geklärt werden. Die leitliniengerechte Operation bleibt bei medizinischer Indikation Kassenleistung. Wird Ihnen eine solche Behandlung als Selbstzahlerleistung angeboten, lassen Sie sich die Kosten vorher schriftlich nennen und fragen Sie nach, ob die Operation als Kassenleistung für Sie infrage kommt. Privatversicherte klären die Erstattung mit ihrem Tarif.

Für die Früherkennung gilt: Ab 35 Jahren übernimmt die gesetzliche Kasse alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening; manche Kassen bieten zusätzliche Haut-Checks schon für Jüngere an. Details dazu finden Sie in unserem Ratgeber zum Hautkrebs-Screening.

Vorbeugung: UV-Schutz

Sicher verhindern lässt sich ein Basaliom nicht, das Risiko aber senken. Die Leitlinie zur Hautkrebsprävention nennt eine klare Rangfolge: erstens intensive Sonne meiden, zweitens schützende Kleidung tragen, drittens Sonnenschutzmittel verwenden.

  • Meiden Sie die pralle Mittagssonne, etwa zwischen 11 und 15 Uhr, und suchen Sie Schatten.
  • Tragen Sie Kleidung, eine Kopfbedeckung, die auch Ohren und Nacken schützt, und eine Sonnenbrille mit UV-Schutz.
  • Cremen Sie nur die Stellen ein, die Sie nicht anders schützen können, dann aber dick und gleichmäßig: vor dem Weg nach draußen, danach etwa alle zwei Stunden und nach dem Baden. Denken Sie an Nase, Ohren, Lippen und eine unbehaarte Kopfhaut. Sonnencreme ist kein Grund, länger in der Sonne zu bleiben.
  • Verzichten Sie auf Solarien.
  • Schützen Sie Kinder besonders sorgfältig vor Sonnenbrand.

Nach einem Basaliom gilt das umso mehr. Die Leitlinie nennt für Menschen, die bereits Basaliome hatten, außerdem hochdosiertes Nicotinamid (Vitamin B3) als mögliche Option zur Vorbeugung neuer Tumoren. Der Effekt war in der zugrunde liegenden Studie allerdings klein und statistisch nicht gesichert. Ob das für Sie sinnvoll ist, besprechen Sie bitte mit Ihrer Hautärztin oder Ihrem Hautarzt, statt auf eigene Faust Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen.

Passende Hautarzt-Praxis finden

Beschreiben Sie einfach, was Sie suchen — Ort, Versicherung, Wünsche. Unsere Suche versteht ganze Sätze.

Beispiele — antippen und Ort ergänzen:

Ihre Eingabe wird zur Interpretation automatisiert verarbeitet. Keine persönlichen Daten eingeben. Datenschutz

Die Suche gibt Orientierung — sie stellt keine Diagnose.

Beliebte Städte: Berlin · Hamburg · München · Köln · Frankfurt · Stuttgart · Düsseldorf · Leipzig

Häufige Fragen

Verwandte Behandlungen

Quellen

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.