
Psoriasis-Netzwerk Rhein-Ruhr
Psoriasis · Psoriasis-Arthritis
Immermannstraße 10, 40210 Düsseldorf
Auf einen Blick
Was diese Praxis auszeichnet
Über die Praxis
Das Psoriasis-Netzwerk Rhein-Ruhr ist ein medizinisches Netzwerk mit mehreren Standorten im Rhein-Ruhr-Gebiet. Es verfügt über eine interdisziplinäre Struktur und kooperiert mit der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft sowie dem Berufsverband Niedergelassener Dermatologen. Die Praxis bietet wissenschaftliche Begleitung von Patienten und ermöglicht die Einbringung in klinische Studien.
Schwerpunkte & Behandlungen
Schwerpunkte
Medizinische Dermatologie
Leistungen & Preise
Von der Praxis veröffentlichte Angaben — Preise können sich ändern, bitte bei der Praxis bestätigen.
Topische Therapie der Psoriasis
Eine Therapie mit topischen Kortikoiden ist bei leichter bis mittelschwerer Psoriasis vulgaris als Kombinationstherapie mit systemischen Therapien oder anderen topischen Therapeutika sehr zu empfehlen. Die Auswahl der Kortikoidklasse muss an die Kortikoidempfindlichkeit des jeweiligen Hautareals angepasst werden. Bei der Lokaltherapie, insbesondere der Erhaltungstherapie bei der leichten bis mittelschweren Psoriasis vulgaris sind die Vitamin D3-Derivate Mittel der ersten Wahl. Aufgrund der umfangreicheren Studiendaten und der überlegenen Wirksamkeit gilt diese Empfehlung vor allem für Calcipotriol. Wegen des geringeren irritativen Potentials kann die Anwendung von Tacalcitol in besonders sensiblen Arealen (z. B. Gesicht) empfohlen werden. In den ersten Wochen der Behandlung ist eine Kombination mit topischen Kortikoiden auch als fixe Kombination bezüglich Wirksamkeit und Verträglichkeit der Monotherapie überlegen. Bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris kann eine Kombination topischer Vitamin D3-Derivate mit einer UV-Lichttherapie oder einer Systemtherapie sinnvoll sein. Tacrolimus und Pimecrolimus topisch angewendet 1 - 2x/d können zur Behandlung der Psoriasis vulgaris bei besonderen Lokalisationen der Psoriasisläsionen, wie Gesicht, Intertrigines und Genito-Anal-Bereich als Ergänzung (z. B. in der Intervalltherapie) oder als Ersatz für topische Kortikoide sinnvoll sein. Die Anwendung am übrigen Integument ist nicht zu empfehlen. Eine Monotherapie ist bei Patienten mit leichter und mittelschwerer Psoriasis vulgaris zur Induktionstherapie im stationären Bereich zu empfehlen und im ambulanten Bereich bedingt zu empfehlen. Aufgrund der eingeschränkten Praktikabilität sollte einer Kurzkontakttherapie der Vorzug gegeben werden. Bei stationären Therapien ist auch die klassische Dithranoltherapie mit einer Applikation 2x/d ohne sofortiges Abwaschen gut durchführbar. Die Therapie sollte über vier bis acht Wochen erfolgen, Erhaltungs- oder Langzeittherapien sind mit Dithranol nicht praktikabel und bieten keine Vorteile. Bei der Behandlung von schwereren Formen der Psoriasis vulgaris ist sowohl eine Kombination mit Phototherapien als auch mit anderen topischen Präparaten (z. Bsp. Calcipotriol) aufgrund einer verbesserten Ansprechrate empfehlenswert. Die topische Anwendung von Tazaroten ist in der Behandlung von leichter bis mittelschwerer Psoriasis vulgaris zu empfehlen. Eine Anwendung von Tazaroten am Abend in Kombination mit einem Kortikoid am Morgen wird aufgrund der Reduktion der möglichen Hautirritationen und der besseren Wirksamkeit als Kombinationstherapie empfohlen. Die Wirksamkeit der Therapie mit Steinkohlenteer bei Psoriasis vulgaris ist weder als Monotherapie noch als Kombitherapie belegt. Daher wird die Anwendung von Steinkohlenteer für diese Indikation nicht empfohlen. Angesichts risikoärmerer und praktikablerer Therapiealternativen ist eine Monotherapie der Psoriasis vulgaris mit Steinkohlenteer heute obsolet. Nur unter sorgfältiger Abwägung des therapeutischen Nutzens und unter Berücksichtigung risikoärmerer therapeutischer Alternativen kann Steinkohlenteer in Kombination mit UVB ggf. ausnahmsweise zur Anwendung bei ansonsten therapierefraktärer Psoriasis vulgaris eingesetzt werden.
Systemische Therapie der Psoriasis
Die Behandlung mit Fumarsäureestern ist als effektive Induktionstherapie der mittelschweren bis schweren Psoriasis vulgaris bei Erwachsenen zu empfehlen. Ihre Anwendung wird vor allem durch unerwünschte gastrointestinale Arzneimittelwirkungen eingeschränkt. Eine Kombination mit allen topischen Medikamenten zur Behandlung der Psoriasis vulgaris ist möglich und sinnvoll. Wegen des günstigen Nutzen-Risiko-Profils vor allem bei Langzeittherapie gehören Fumarsäureester zur ersten Wahl systemischer Antipsoriatika. Phototherapien sind zur Initialtherapie bei mittelschwerer und schwerer Psoriasis vulgaris mit flächigem Hautbefall zu empfehlen. Die mögliche Strahlenbelastung ist bei der Auswahl der Bestrahlungsmodalität zu berücksichtigen. Gegenüber UVB ist bei PUVA-Therapie ein mögliches späteres Hautkrebsrisiko beschrieben. Wegen der geringen Praktikabilität und der Assoziation langfristiger unerwünschter Wirkungen mit der kumulativen UV-Dosis eignen sich Phototherapien nicht für Langzeitbehandlungen. Eine Kombination mit topischem Vitamin D3-Derivaten kann zur Verbesserung der Ansprechrate eingesetzt werden. Eine Empfehlung für die gebräuchliche Kombination mit Dithranol und Kortikoiden basiert nur auf klinischer Erfahrung , nicht aber aufgrund der Studienlage. Der Einsatz des Excimer Lasers sollte vor allem auf die gezielte Behandlung einzelner psoriatischer Plaques beschränkt werden. MTX ist in der Behandlung der mittelschweren bis schweren Psoriasis vulgaris effektiv; seine Anwendung ist durch die Gegenanzeigen und die Notwendigkeit der Beachtung von Anwendungshinweisen eingeschränkt. MTX ist aufgrund seines langsamen Wirkungseintritts weniger zur Kurzzeitinduktion als zur Langzeittherapie zu empfehlen. Die Wirksamkeit und Sicherheit von MTX ist über Jahrzehnte dokumentiert. Ciclosporin ist vor allem zur Induktionstherapie bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris Erwachsener zu empfehlen, die mit einer topischen Therapie und / oder Lichttherapie nicht ausreichend behandelt werden können. Hierbei weist es ein vertretbares Nutzen-Risiko-Verhältnis auf. Ciclosporin kann auch für die Langzeittherapie geeigneter Patienten über einen Zeitraum von ein bis höchstens zwei Jahren eingesetzt werden, wobei eine zunehmende Toxizität z. Bsp. Nierenfunktion) und eine Abnahme der Wirksamkeit zu bedenken sind. Eine Kombination mit topischen Präparaten zur Behandlung der Psoriasis vulgaris ist möglich und sinnvoll, zumal es Hinweise gibt, dass die Dosis von Ciclosporin bei gleichzeitiger Lokaltherapie mit Vitamin D3-Analoga oder Kortikoiden ohne Wirkungsverlust reduziert werden kann. Acitretin ist in niedriger Dosis für eine Monotherapie auf Grund mangelnder Wirksamkeit nicht zu empfehlen. Die Anwendung der besser wirksamen höheren Dosierungen wird durch die in der Regel auftretenden unerwünschten Arzneimittelwirkungen eingeschränkt. Streng kontraindiziert ist, Acitretin bei gebärfähigen Frauen mit Plaque-Psoriasis.
Systemische Therapie der Psoriasis mit Biologics
Efalizumab ist zur systemischen Therapie der mittelschweren bis schweren Psoriasis vulgaris zu empfehlen, andere Therapieformen keinen ausreichenden Therapieerfolg gezeigt haben, unverträglich oder kontraindiziert sind. Die Therapie sollte nicht fortgeführt werden, wenn es innerhalb der ersten zwölf Wochen nicht zu einer mindestens 50%igen Befundbesserung gekommen ist. Etanercept ist zur systemischen Therapie für Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis vulgaris zu empfehlen, wenn andere Therapieformen keinen ausreichenden Therapieerfolg gezeigt haben, unverträglich oder kontraindiziert sind. Wenn gleichzeitig eine relevante Psoriasis Arthritis vorliegt, ist bei gleichzeitiger Erkrankung der Haut eine Therapie mit Infliximab bzw. Etanercept besonders sinnvoll. Infliximab wird zur Induktionstherapie der mittelschweren bis schweren Psoriasis vulgaris und schwersten Sonderformen der Psoriasis empfohlen, die mit anderen Therapieoptionen nicht beherrschbar sind oder wenn aufgrund der Schwere der Erkrankung eine rasche Remission erforderlich ist. Wenn gleichzeitig eine relevante Psoriasis Arthritis vorliegt, ist bei gleichzeitiger Erkrankung der Haut eine Therapie mit TNF-alpha Antagonisten (z. Bsp. Infliximab, Etanercept, Adalimumab) besonders zu empfehlen. Adalimumab wird zur Behandlung der mittelschweren bis schweren chronischen Plaque-Psoriasis, sowie der Psoriasis-Arthritis eingesetzt, wenn ein rascher Therapieerfolg erwünscht ist.
Passende Ratgeber
Geprüfte, vertiefende Informationen zu Behandlungen dieser Praxis
Ärztinnen & Ärzte
Prof. Prof. Dr. med. Ulrich R. Hengge
Sprecher des Netzwerkes
Universitätshautklinik Düsseldorf
Universitätshautklinik Düsseldorf
Mitglied: Deutsche Dermatologische Gesellschaft Vereinigung deutschsprachiger Dermatologen e.V. · Berufsverband Niedergelassener Dermatologen (BVDD)
Publikationen: Leonardi C: Efalizumab: results of a 3-year continuous dosing study for the long-term control of psoriasis. British Journal of Dermatology 2008 158, pp1107–1116; Gordon KB: Efalizumab for patients with moderate to severe plaque psoriasis: a randomized controlled trial. 2003 Dec 17;290(23):3073-80; Cameron H: A randomized, observer-blinded trial of twice vs. three times weekly narrowband ultraviolet B phototherapy for chronic plaque psoriasis. 2002 Nov;147(5):973-8
Dr. Rolf Fleischer
Dr. Wilhelm Hunloh
Dr. Oswalt Kurz
Dr. Alireza Mirmohammadsadegh
Dr. Rodrigo Mota
Dr. Winfried Wischer
Dr. Berthold Deichmann
Dr. Almuth Anton
Dr. Dorothee Schneider
Dr. Marc Budde
Dr. Hanspeter Prieur
Dr. Ulrike Schepan
Jörg Siebert
Dr. Josef Brinker
Praxis Dr. Straßburger
Dr. Imke Genzel
Dr. Ludwig Bade
Dr. Thorsten Stark
Drs. Birgit u. Eugen Lang
Dr. Christian Perret
Dr. Christiane Ravens
Besondere Angebote
Qualität & Mitgliedschaften
Angaben der Praxis — sachliche Zugehörigkeiten, keine Empfehlung oder Wertung.
Mitgliedschaften (Fachgesellschaften)
Eindrücke aus Patientenbewertungen
Wiederkehrende, sachliche Beobachtungen aus Patientenbewertungen — auch kritische, wenn sie mehrfach genannt werden. Keine Note, keine Einzelfälle.
Telefonische Erreichbarkeit
Mehrere Patienten berichten von Schwierigkeiten bei der telefonischen Erreichbarkeit der Praxis.
Terminverfügbarkeit
Einige Patienten geben an, dass Termine nur schwer oder mit langen Wartezeiten zu bekommen sind.
Praxisorganisation
Einige Patienten bemängeln eine unübersichtliche Organisation der Praxisabläufe.
Online-Terminbuchung
Die Online-Terminbuchung ist nicht verfügbar.
Angaben übernommen von der Website der Praxis · Stand 13.07.2026. Ohne Gewähr — bitte bei der Praxis bestätigen.
