Dermatologin untersucht scharf begrenzte, silbrig schuppende Psoriasis-Plaques am Ellenbogen eines Patienten
Illustration (KI-generiert): Typische schuppende Plaques der Schuppenflechte werden dermatologisch beurteilt.

Schuppenflechte (Psoriasis) behandeln: Stufentherapie, Biologika & Kosten

Wie Hautärzte Schuppenflechte (Psoriasis) behandeln: die Stufentherapie von Basispflege über topische Wirkstoffe und Lichttherapie bis zu Systemtherapie und Biologika – dazu Formen, Diagnose, Kosten (Kasse vs. Selbstzahler) und der Umgang mit Triggern.

Sorgfältig recherchiert · mit Quellen · Stand 23.7.2026

Schuppenflechte – medizinisch Psoriasis – ist eine der häufigsten chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen. In Deutschland sind schätzungsweise zwei bis zweieinhalb Prozent der Bevölkerung betroffen, also über anderthalb Millionen Menschen. Es handelt sich um eine nicht ansteckende, immunvermittelte Erkrankung, bei der sich die Hautzellen stark beschleunigt erneuern und als scharf begrenzte, gerötete und silbrig-weiß schuppende Herde sichtbar werden. Nach heutigem Wissensstand ist Psoriasis nicht heilbar, lässt sich aber mit einer abgestuften Therapie bei vielen Betroffenen so weit kontrollieren, dass die Haut weitgehend oder ganz erscheinungsfrei wird. Welche Behandlung infrage kommt, richtet sich nach Schweregrad, betroffenen Stellen und Begleiterkrankungen – und gehört in die Hände einer Hautärztin oder eines Hautarztes.

Was ist Schuppenflechte (Psoriasis)?

Psoriasis ist eine autoimmun vermittelte Entzündungskrankheit: Ein fehlgeleitetes Immunsystem löst über Botenstoffe wie Interleukin-17, Interleukin-23 und den Tumornekrosefaktor alpha (TNF-α) eine chronische Entzündung der Haut aus. In der Folge erneuern sich die Hautzellen viel zu schnell – statt in etwa 28 Tagen in nur rund drei bis fünf Tagen. Die Zellen reifen nicht vollständig aus und werden als typische Schuppen auf geröteten, leicht erhabenen Plaques sichtbar. Die Erkrankung verläuft in Schüben und betrifft heute nach medizinischem Verständnis nicht nur die Haut, sondern kann als systemische Erkrankung auch Nägel und Gelenke einbeziehen.

Psoriasis zeigt sich in mehreren Formen, die sich in Lokalisation, Verlauf und Behandlung unterscheiden:

  • Plaque-Psoriasis (Psoriasis vulgaris): die häufigste Form mit scharf begrenzten, silbrig schuppenden Plaques, bevorzugt an den Streckseiten von Ellenbogen und Knien, am unteren Rücken und hinter den Ohren.
  • Psoriasis guttata: viele kleine, tropfenförmige Herde, die oft nach einer Streptokokken- Racheninfektion auftreten – besonders bei Kindern und Jugendlichen. Sie kann abklingen oder in eine Plaque-Psoriasis übergehen.
  • Psoriasis inversa: rote, nässende Herde in Hautfalten (Achseln, Leisten, unter der Brust), meist ohne die typische Schuppung. Sie wird leicht mit Pilzinfektionen verwechselt.
  • Kopfhautpsoriasis: stark schuppende, oft juckende Herde am behaarten Kopf, die bis in den Haaransatz und Nacken reichen können. Für Betroffene besonders belastend, aber nicht ansteckend.
  • Nagelpsoriasis: Tüpfelnägel, ölfleckartige Verfärbungen, Verdickungen und Ablösungen der Nagelplatte. Sie ist häufig mit einer Gelenkbeteiligung verknüpft.
  • Psoriasis-Arthritis: eine entzündlich-rheumatische Begleiterkrankung der Gelenke und Sehnenansätze, die bei bis zu einem Drittel der Betroffenen auftritt und unbehandelt zu bleibenden Gelenkschäden führen kann.

Ursachen & Auslöser

Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt. Zusammen wirken eine genetische Veranlagung (u. a. Genvarianten wie HLA-Cw6) und eine immunologische Fehlregulation entlang des IL-23/IL-17-Signalwegs. Die Veranlagung allein löst die Erkrankung jedoch nicht aus – meist braucht es zusätzliche Auslöser (Trigger), damit ein Schub entsteht oder sich verstärkt. Zu den wichtigsten zählen:

  • Infektionen, insbesondere Streptokokken-Racheninfektionen (typisch für die Psoriasis guttata);
  • bestimmte Medikamente wie Betablocker, Lithium, ACE-Hemmer und einige Malariamittel;
  • psychischer Stress, der im Erwachsenenalter als einer der wichtigsten Trigger gilt;
  • Übergewicht (Adipositas), da Bauchfett selbst entzündungsfördernde Stoffe bildet;
  • Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum;
  • Hautreizungen – frische Herde können an mechanisch gereizter Haut entstehen (Köbner-Phänomen);
  • hormonelle Veränderungen, etwa in Pubertät, Schwangerschaft oder Wechseljahren.

Wer die eigenen Auslöser kennt und meidet, kann Häufigkeit und Schwere der Schübe oft mit beeinflussen – ein Ersatz für die medizinische Behandlung ist das aber nicht.

Diagnose beim Hautarzt

Die Diagnose stellt die Hautärztin oder der Hautarzt in der Regel klinisch, also durch Gespräch und Untersuchung. In der Anamnese werden Verlauf, mögliche Auslöser, Familienvorgeschichte, Medikamente, Begleiterkrankungen und die Belastung im Alltag erfragt. Bei der körperlichen Untersuchung werden Art, Ausdehnung und Lage der Herde beurteilt; typische Zeichen wie scharf begrenzte Plaques, silbrige Schuppen und das Köbner-Phänomen stützen die Diagnose.

Zur Einschätzung des Schweregrads dienen der PASI-Score (Psoriasis Area and Severity Index) und der Anteil der betroffenen Körperoberfläche (BSA). Ergänzend erfasst der Dermatology Life Quality Index (DLQI) die subjektive Belastung – wichtig, weil kleine Herde an Händen, im Gesicht oder im Genitalbereich stärker belasten können als großflächige an bedeckten Stellen. Als mittelschwer bis schwer gilt eine Psoriasis in den Leitlinien in der Regel ab einem PASI-Wert von etwa 10 und/oder einer betroffenen Körperoberfläche über 10 Prozent, wobei die Lebensqualität mitberücksichtigt wird.

Bei unklaren Befunden kann eine Hautbiopsie die Abgrenzung zu ähnlichen Erkrankungen (z. B. seborrhoisches Ekzem, Neurodermitis, Pilzinfektionen) sichern; bei Verdacht auf eine Pilzinfektion hilft eine mykologische Untersuchung. Vor Beginn einer inneren (systemischen) Therapie sind zusätzlich Laboruntersuchungen üblich – unter anderem Blutbild, Leber- und Nierenwerte sowie ein Screening auf Infektionen wie HIV, Hepatitis B/C und Tuberkulose und eine Prüfung des Impfstatus.

Behandlung: die Stufentherapie

Die Behandlung folgt einem Stufenschema, das sich am Schweregrad orientiert und schrittweise intensiviert wird. Als Orientierung dient das Prinzip „treat to target“: Am Ende der Anfangsphase gilt eine PASI-75-Antwort (mindestens 75 Prozent Rückgang des PASI-Werts) als Mindestziel; bei wirksamen Substanzen wird heute oft eine noch weitergehende Erscheinungsfreiheit (PASI-90 oder PASI-100) angestrebt. Wird das Ziel nicht erreicht, passt der Hautarzt die Therapie an. Welche Stufe zum Einsatz kommt, entscheidet immer die ärztliche Einschätzung im Einzelfall.

Basispflege. Grundlage jeder Therapie – unabhängig vom Schweregrad. Rückfettende, oft harnstoffhaltige Pflegeprodukte stärken die Hautbarriere, lösen Schuppen und lindern Juckreiz. Vor wirkstoffhaltigen Präparaten werden Schuppen mit salicylsäure- oder harnstoffhaltigen Zubereitungen entfernt, damit die Wirkstoffe eindringen können. Zu heißes, langes Baden und kräftiges Trockenrubbeln sollten vermieden werden, da sie neue Herde auslösen können.

Topische Therapie (leichte bis mittelschwere Formen). Bei begrenzten Befunden stehen äußerliche Wirkstoffe im Vordergrund:

  • Kortikosteroide wirken rasch entzündungshemmend. Wirkstärke und Anwendungsdauer werden an die Körperstelle angepasst; im Gesicht, in Hautfalten und im Genitalbereich werden nur niedrigpotente Präparate kurzzeitig eingesetzt, um Nebenwirkungen wie Hautverdünnung zu vermeiden.
  • Vitamin-D-Analoga (z. B. Calcipotriol) bremsen das übermäßige Zellwachstum und eignen sich wegen des günstigeren Langzeitprofils gut zur Dauertherapie – oft in fixer Kombination mit Kortikosteroiden. Sie können die Haut lokal reizen (Rötung, Brennen, Juckreiz); bei großflächiger Anwendung ist die empfohlene Wochenhöchstmenge einzuhalten, da sonst der Kalziumhaushalt gestört werden kann (Hyperkalzämie) – der Hautarzt kontrolliert dann bei Bedarf den Kalziumwert im Blut.
  • Weitere Wirkstoffe wie Dithranol (Cignolin) oder – off-label in empfindlichen Arealen – Calcineurin-Inhibitoren ergänzen das Spektrum je nach Lokalisation. Dithranol wirkt stark hautreizend, kann Haut und Kleidung verfärben und bei unsachgemäßer Anwendung Blasen bilden; es wird deshalb meist kurzzeitig und eng kontrolliert eingesetzt. Calcineurin-Inhibitoren können in den ersten Behandlungstagen ein Brennen auf der Haut verursachen.

Lichttherapie (Phototherapie). Bei größeren Flächen oder unzureichender Wirkung äußerlicher Mittel bestrahlt der Hautarzt die Haut mit definiertem UV-Licht. Am gebräuchlichsten ist die Schmalband-UVB-Therapie (311 nm), meist zwei- bis viermal pro Woche über eine Serie von etwa 20 bis 25 Sitzungen. Die PUVA-Therapie kombiniert ein lichtsensibilisierendes Medikament (Psoralen) mit UVA-Licht und wird eher bei schwereren Verläufen genutzt; hier achtet der Hautarzt zusätzlich auf den Augenschutz, weil Psoralen das Risiko einer Linsentrübung (Katarakt) erhöhen kann und während sowie nach der Bestrahlung eine geeignete Schutzbrille nötig ist. Als akute Nebenwirkungen können Hautrötung, sonnenbrandähnliche Reaktionen, Juckreiz und – vor allem bei zu rascher Dosissteigerung – Blasen auftreten. Nicht geeignet ist die Lichttherapie unter anderem bei bestimmten lichtempfindlichen Erkrankungen (Photodermatosen) oder deutlich erhöhtem Hautkrebsrisiko. Weil eine hohe kumulative UV-Belastung langfristig das Hautkrebsrisiko erhöhen kann, wird die Phototherapie zeitlich begrenzt und keine dauerhafte Erhaltungsbestrahlung empfohlen; ob und wie sie infrage kommt, entscheidet die Hautärztin oder der Hautarzt.

Konventionelle Systemtherapie (mittelschwere bis schwere Formen). Reichen äußerliche Mittel und Lichttherapie nicht aus, kommen innerlich wirkende Medikamente zum Einsatz – meist zunächst die konventionellen Substanzen:

  • Methotrexat (MTX): einmal wöchentlich, gut untersucht; kann Knochenmark und Leber belasten (Blutbildveränderungen, erhöhte Leberwerte) und erfordert deshalb regelmäßige Blutbild-, Leber- und Nierenkontrollen. In der Schwangerschaft ist es strikt verboten.
  • Fumarsäureester (Dimethylfumarat): oral, mit langsam gesteigerter Dosis; zu Beginn sind Flush (Hitzegefühl mit Hautrötung) und Magen-Darm-Beschwerden häufig, und Blutbildkontrollen sind wegen möglicher Lymphopenie Pflicht.
  • Ciclosporin: wirkt oft rasch, belastet aber Nieren und Blutdruck und kann bei längerer Anwendung das Risiko für bestimmte bösartige Erkrankungen (u. a. Lymphome, Hautkrebs) erhöhen; es ist daher vor allem für kürzere Zeiträume (in der Regel Monate) gedacht.
  • Acitretin: ein Retinoid, häufig in Kombination mit Lichttherapie; es kann Blutfette und Leberwerte erhöhen und ist stark fruchtschädigend – nach dem Absetzen ist über einen langen Zeitraum (mehrere Jahre) eine zuverlässige Verhütung nötig, weshalb es für Frauen mit Kinderwunsch ungeeignet ist.

Biologika (bei entsprechender Indikation). Wirken konventionelle Systemtherapien nicht ausreichend, werden sie nicht vertragen oder sind kontraindiziert, kommen Biologika infrage – biotechnologisch hergestellte Antikörper, die gezielt einzelne Botenstoffe blockieren. Verfügbar sind mehrere Klassen: TNF-α-Inhibitoren (z. B. Adalimumab, Etanercept, Certolizumab pegol, Infliximab), der IL-12/23-Antikörper Ustekinumab, IL-17-Antagonisten (z. B. Secukinumab, Ixekizumab, Brodalumab) und IL-23-Antikörper (z. B. Guselkumab, Risankizumab, Tildrakizumab). Sie erreichen bei vielen Betroffenen hohe Ansprechraten. Weil sie gezielt ins Immunsystem eingreifen, können Biologika das Infektionsrisiko erhöhen; vor Therapiebeginn sind deshalb ein Infektions-Screening (u. a. auf Tuberkulose, Hepatitis B/C und HIV) und die Prüfung des Impfstatus wichtig, um etwa eine schlummernde Tuberkulose nicht zu reaktivieren. Eine aktive schwere Infektion ist eine Gegenanzeige. Je nach Wirkstoffklasse gibt es Besonderheiten: Unter TNF-α-Blockern werden in seltenen Fällen entmarkende (demyelinisierende) Erkrankungen des Nervensystems beobachtet, und IL-17-Hemmer können eine bestehende chronisch-entzündliche Darmerkrankung (z. B. Morbus Crohn) verschlechtern – der Hautarzt wählt das Präparat daher passend zu den Begleiterkrankungen aus. Für Patientinnen mit Kinderwunsch oder Schwangerschaft hebt die Leitlinie Certolizumab pegol hervor, weil es kaum über den Mutterkuchen übertritt.

Neue orale Wirkstoffe („small molecules“). Für Betroffene, die eine Tablette bevorzugen und bei denen konventionelle Therapien nicht ausreichen oder ausgeschlossen sind, stehen Apremilast (ein PDE4-Hemmer) und der neuere, selektive TYK2-Hemmer Deucravacitinib zur Verfügung. Apremilast kann vor allem zu Beginn Magen-Darm-Beschwerden (Übelkeit, Durchfall) und einen Gewichtsverlust verursachen; da vereinzelt depressive Symptome berichtet wurden, sollten seelische Veränderungen ärztlich gemeldet werden. Deucravacitinib wird einmal täglich als Tablette eingenommen und erfordert nach bisherigen Daten kein intensives Labormonitoring; als Nebenwirkungen kommen vor allem Infekte (etwa der oberen Atemwege) und Kopfschmerzen vor. Bei einer aktiven Infektion ist bei beiden Wirkstoffen Vorsicht geboten. Zu den langfristigen Sicherheitsdaten wird weiter geforscht.

Kosten: Kasse vs. Selbstzahler

Für gesetzlich Versicherte gilt: Alle zugelassenen schulmedizinischen Therapien werden grundsätzlich von der GKV übernommen – verschreibungspflichtige Salben, Lichttherapie, konventionelle Systemtherapie sowie, bei erfüllter Indikation, Biologika und neue orale Wirkstoffe. Es bleibt die gesetzliche Zuzahlung (in der Regel 10 Prozent des Preises, mindestens 5 und höchstens 10 Euro pro Packung). Die jährliche Zuzahlung ist auf 2 Prozent des Bruttoeinkommens begrenzt, für schwerwiegend chronisch Kranke auf 1 Prozent. Rezeptfreie Pflegeprodukte und viele naturheilkundliche oder rein kosmetische Verfahren zahlen Sie dagegen selbst.

Therapie / LeistungKostenübernahme & Richtwerte
Verschreibungspflichtige Salben (Kortikosteroide, Vitamin-D-Analoga)GKV; Apothekenpreis ca. 20–80 € je Packung, Zuzahlung meist 5–10 €
Rezeptfreie Basispflege (Harnstoff u. a.)meist Selbstzahler, ca. 10–30 €
Lichttherapie (UVB/PUVA)GKV; als Selbstzahler ca. 20–50 € pro Sitzung (20 Sitzungen ≈ 400–1.000 €)
Konventionelle SystemtherapieGKV; Arzneikosten z. B. Methotrexat ca. 20–50 €/Monat, Ciclosporin 50–150 €, Fumarate 300–600 €
Biologika (bei Indikation)GKV; Jahreskosten typischerweise ca. 15.000–25.000 €, in Einzelfällen darüber
Neue orale Wirkstoffe (Apremilast, Deucravacitinib)GKV bei Indikation; ca. 600–1.000 €/Monat
Laser einzelner Herde / naturheilkundliche Verfahrenmeist Selbstzahler (IGeL); Laser ca. 80–200 € pro Sitzung

Die Preisangaben sind Richtwerte aus der Recherche und können je nach Präparat, Dosierung, Packungsgröße und Praxis abweichen; die genannten Biologika-Jahreskosten liegen in Einzelfällen höher. Ist eine Psoriasis als Berufskrankheit anerkannt, übernimmt die gesetzliche Unfallversicherung die Behandlung – dann entfallen Zuzahlungen, und auch Pflegemittel können erstattet werden. Für privat Versicherte richtet sich die Erstattung nach dem individuellen Tarif.

Leben mit Psoriasis: Trigger & Begleiterkrankungen

Psoriasis verläuft chronisch-rezidivierend: Phasen mit Schub wechseln sich mit ruhigeren Phasen ab. Wie stark die Krankheit ausgeprägt ist, ist sehr individuell. Ein bewusster Umgang mit den eigenen Triggern kann den Verlauf mit beeinflussen: Stress reduzieren (etwa durch Entspannungsverfahren oder psychologische Unterstützung), ein Normalgewicht anstreben, auf Rauchen und übermäßigen Alkohol verzichten und auf eine antientzündliche Ernährung mit viel Gemüse, Vollkornprodukten und Omega-3-reichem Seefisch achten. Auch eine konsequente Hautpflege in beschwerdefreien Zeiten hilft, die Hautbarriere zu stärken.

Psoriasis ist mehr als eine Hauterkrankung. Sie geht überdurchschnittlich häufig mit Begleiterkrankungen einher – dazu zählen die Psoriasis-Arthritis, das metabolische Syndrom, Adipositas, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie eine erhöhte psychische Belastung bis hin zu Depression. Deshalb achten Behandelnde nicht nur auf die Haut: Neue oder zunehmende Gelenkbeschwerden – Schmerzen, Morgensteifigkeit, Schwellungen oder „Wurstfinger“ – sollten Sie früh melden, damit gegebenenfalls Dermatologen und Rheumatologen gemeinsam behandeln. Psoriasis ist chronisch und nach heutigem Wissensstand nicht heilbar. Eine frühzeitige, konsequente Therapie in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit der behandelnden Praxis kann bei vielen Menschen aber lange erscheinungsfreie Phasen (Remissionen) erreichen; wie gut die Behandlung anschlägt, ist von Person zu Person unterschiedlich.

Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Welche Therapie in Ihrem Fall geeignet ist, entscheidet Ihre Hautärztin oder Ihr Hautarzt individuell.

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Quellen

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.